Rezension: Die Mütter-Mafia (von Kerstin Gier)

13 04 2009
gelesen von Michele Rassinger

Die Mütter-Mafia (Kerstin Gier)

Die Mütter-Mafia (Kerstin Gier)

Worum geht’s?

Constanze wird von ihrem Mann verlassen und mit den beiden Kindern Nelly und Julius in das altbackene Haus seiner verstorbenen Mutter abgeschoben. Ohne Geld, ohne Job – geschweige denn einer Ausbildung – und vor allem ohne Perspektive versucht Constanze sich im Vorstadtleben zwischen all den perfekten Vorzeigemamis und klagewütigen Nachbarn zurechtzufinden und zu behaupten.

Und, wie war’s?

Ein unheimlich amüsantes Lesevergnügen. “Die Mütter-Mafia” ist mit so viel Esprit geschrieben, dass man ein paar sehr schöne Stunden beim Lesen erlebt. Viel länger braucht man dafür auch nicht, denn einmal in die herrlich verrückte Welt der Insektensiedlung eingetaucht, möchte man gar nicht mehr aufhören zu lesen.

Die Protagonistin ist wunderbar naiv und vor allem dadurch sehr liebenswürdig. Mit all ihren Pleiten, Pech und Pannen, die sie – teils verschuldet, teils unverschuldet – erlebt, wirkt sie unheimlich sympathisch und wie die Nachbarin und Freundin, die jeder gern hätte.

Natürlich ist das Ende vorhersehbar und die ganze Geschichte nicht gerade aus dem Leben gegriffen. Aber den Anspruch stellt man an solche Bücher auch nicht. Wer trotzdem etwas Tiefsinnigeres aus diesem Roman mitnehmen möchte, dann vielleicht die Lehre, dass die glücklichsten Kinder gewiss nicht die der perfekten Mutter sind.

Wie es weitergeht mit Constanze erfährt man in “Die Patin und in “Gegensätze ziehen sich aus“.

Die Mütter-Mafia, Kerstin Gier
Lübbe, 320 Seiten, 7,95 €, ISBN 3404152964

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3 Antworten

23 02 2010
Kerstin Gier: Die Mütter-Mafia « LeseLustFrust

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8 05 2009
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26 04 2009
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