Rezension: It’s in his kiss (von Julia Quinn)

30 10 2009

 

It's in his kiss (Quinn)

It's in his kiss (Quinn)

gelesen von Astrid Walter

Worum geht’s?

“It’s in his kiss” ist der siebte Band der Bridgerton Serie.
Als Hyacinth Briderton zum ersten Mal auf Gareth St. Claire trifft, ist die sonst so schlagfertige Jüngste des Briderton-Clans sprachlos. Der begehrte Junggeselle kann es an Frechheit locker mit ihr aufnehmen und ist der erste Mann in ihrem Umfeld, der nicht vor dem Selbstbewusstsein und der Unverblümtheit Hyacinths zurückschreckt.

Zufällig bekommt Hyacinth mit, dass Gareth Hilfe bei der Übersetzung eines auf italienisch verfassten Tagebuchs braucht. Sofort bietet sie ihre Dienste an. In dem Tagebuch liest sie von einem wertvollen Collier, das Gareths Mutter versteckt haben soll. Gemeinsam begeben sie sich im Haus seines verhassten Vaters auf die Suche und kommen sich dabei näher.

Und, wie war’s?

Durchwachsen. Die Suche nach dem Collier war mal eine angenehme Abwechslung zu den anderen Bridgerton-Bänden. Aber dafür hat mich die Liebesgeschichte diesmal nicht so richtig überzeugt. Vermutlich lag das daran, dass mir zwar Gareth sehr sympathisch war, ich aber dafür Hyacinth anstrengend fand.

Richtig gut gefallen hat mir, dass die in vorherigen Bänden schon zu einiger Ehre gekommene Lady Danbury hier als Großmutter von Gareth eine größere Rolle bekommen hat.

It’s in his kiss, Julia Quinn
Piatkus, 368 Seiten, ca. 7 Euro, ISBN 978-0-7499-3663-1

Mitternachtsdiamanten,
Mira Taschenbuch im Cora Verlag, 368 Seiten, 5,95 Euro, ISBN 978-3-8994-1640-4





Rezension: To Sir Phillip, With Love (von Julia Quinn)

12 08 2009

 

To Sir Phillip, With Love (Quinn)

To Sir Phillip, With Love (Quinn)

gelesen von Astrid Walter

Worum geht’s?

“To Sir Phillip, With Love” ist der 5. Band der Bridgerton Serie.

Auf der Suche nach der wahren Liebe hat Eloise Brigerton alle Heiratsanträge abgelehnt. Während die meisten ihrer Geschwister eigene Familien gründen, beschäftigt sie sich mit eifrigem Briefe Schreiben. Als sie einmal dem Ehemann einer entfernten und soeben verstorbenen Verwandten kondoliert, antwortet dieser unerwartet eloquent und offen. Schriftlich kommen sich die beiden näher und so zieht Eloise tatächlich ein “Ja” in Erwägung, als Sir Phillip ihr schließlich einen Heiratsantrag macht. Sie reist überstürzt zu ihm aufs Land, um herauszufinden, ob er der Mann ihres Lebens ist. Dass er nur eine Ersatzmutter für seine Kinder sucht und an Romantik so gar nicht interessiert scheint, spricht aber erstmal dagegen.

Und, wie war’s?

Mich hat “To Sir Phillip, With Love” enttäuscht. Ich hatte zahlreiche romantische Briefe erwartet und eine Liebe auf geistiger Ebene. Statt dessen bekam ich eine ab und an irrationale, zickige Frau, vernachlässigte Kinder, einen eigenbrödlerischen Mann und viel langwieriges Hin- und Her.

Auch die restliche Familie Bridgerton kommt in dem Band kaum vor. Eloise informiert nicht mal ihre Mutter über die ungeplante Reise, was nicht zu dem ansonsten als eng geschilderten Verhältnis der Familienmitglieder passt. Der kurze “Gastauftritt” der Bridgerton-Brüder ist für mich der Höhepunkt der Geschichte, wobei auch dabei die Brüder viel blutrünstiger und weniger differenziert dargestellt werden als in den anderen Bänden.

To Sir Phillip, With Love, Julia Quinn
Piatkus, 372 Seiten, ca. 7 Euro, ISBN 978-0-7499-3661-7

In Liebe, Ihre Eloise, Julia Quinn
Mira Taschenbuch im Cora Verlag, 400 Seiten, 5,95 Euro, ISBN 978-3-899-41397-7





Rezension: Romancing Mr. Bridgerton (von Julia Quinn)

8 06 2009

Romancing Mr. Bridgerton

Romancing Mr. Bridgerton


gelesen von Astrid Walter

Worum geht’s?

“Romancing Mr. Bridgerton” ist der vierte Band der Bridgerton Serie.
Seit sie denken kann, ist Penelope in Colin Bridgerton verliebt. Doch er, der umschwärmte, freche, attraktive, angesehende Junggeselle, nimmt sie jahrelang überhaupt nicht wahr. Penelope findet sich damit ab, ihr Leben wohl als ewig unverheiratete Jungfer zu verbringen und sucht ihre Erfüllung im Schreiben spitzer und humorvoller Gesellschaftskolumnen. Als Colin sich eher zufällig mit Penelope unterhält, sieht er seine alte Bekannte auf einmal mit anderen Augen und bemerkt, dass diese Frau der eine Mensch sein könnte, der ihn versteht.
Und, wie war’s?
Irgendwie unbefriedigend. Colin war in den vorherigen Büchern mein Lieblings-Bridgerton-Bruder, weil er auf mich als der sensibelste und sprachgewandteste wirkte. Das ist schon in diesem Band immer noch so, aber er ist auch ziemlich undankbar und verwöhnt. Nun ist eine Regency Romance Novel wohl keine, wenn nicht wenigstens einer der Charaktere ein großes Problem hat, das er nur mit Hilfe des idealen Partners lösen kann. Dass es bei Colin in diesem Fall ausgerechnet sein musste, dass er nicht weiß, was er mit seinem Leben anfangen soll, war mir zu flach.
Penelope dagegen ist wenigstens wirklich in Gefahr, von der Gesellschaft ausgeschlossen zu werden, falls die herausfindet, dass sie die spitzzüngige Lady Whistledown ist. Aber würde sie nicht seit Jahren diese Kolumne schreiben, ohne dass einer sie als geheimnisvolle Autorin enttarnt hat, wäre sie ganz schön farblos.
Angenehm ist mir aufgefallen, dass Julia Quinn in diesem Buch den restlichen Mitgliedern der Familie Bridgerton größeren Raum lässt. So wird einiges fortführendes über die in früheren Büchern geschlossenen Ehen erzählt, aber auch Neugierde auf die Geschichten der noch unverheirateten Bridgertons geweckt. Deshalb denke ich, dass jemand, der die gesamte Serie liest, an diesem Band durchaus Spaß haben wird. Als eigenständigen Roman dagegen würde ich es nicht lesen, da sind die anderen Julia Quinn Bücher besser.
Romancing Mr. Bridgerton, Julia Quinn
Piatkus, 370 Seiten, ca. 7 Euro, ISBN 0-7499-3660-6

Penelopes pikantes Geheimnis, Julia Quinn
Mira Taschenbuch im Cora Verlag, 444 Seiten, 5,95 Euro, ISBN 978-3-899-41340-3




Rezension: The Viscount who loved me (Julia Quinn)

26 03 2009

The Viscount who loved me (Quinn)

The Viscount who loved me (Quinn)

gelesen von Astrid Walter

Worum geht’s?

“The Viscount who loved me” ist der zweiteBand der Bridgerton Serie.
Als Viscount Anthony Bridgerton 30 Jahre alt wird, beschließt er zu heiraten. Allerdings nicht etwa, weil er sich verliebt hätte, sondern nur um einen legitimen Erben zu zeugen. Zwar ist er als attraktiver Viscount umschwärmt von ledigen Fräuleins, doch Anthony kämpft geradezu verzweifelt darum, eben gerade KEINE Frau zu finden, die er lieben könnte. Denn als junger Mann sah er seinen geliebten und verehrten Vater mit gerade mal 38 Jahren sterben.
Seitdem ist Anthony nicht nur verantwortlich für seine sieben Geschwister, seine Mutter und das Familienvermögen, sondern auch davon überzeugt, dass ihn das gleiche Schicksal des frühen Todes ereilen wird. Er will sich nicht auf Liebe einlassen, weil er spürt, dass er Angst vor diesem Tod bekäme, wenn es jemanden gäbe, dessen Glück ihm mehr bedeuten würde als sein eigenes Leben. In der jungen, hübschen, braven Edwina glaubt Anthony die perfekte Ehefrau gefunden zu haben. Als er um sie wirbt, trifft er auf ihre Schwester Kate. Nicht ganz so hübsch, aber dafür intelligent, sehr scharfzüngig – und als die vielleicht einzige Frau im London des Jahres 1813 von ihm gar nicht angetan. Scheint Kate zuerst nur seine Hochzeit mit Edwina zu bedrohen, spürt Anthony bald, dass die Nähe zu ihr sein ganzes Lebenskonzept in Gefahr bringt.
Und, wie war’s?

Stimmig. Julia Quinn ist eine schöne Mischung aus einer klassischen Liebesgeschichte und dem Portrait eines sein Schicksal fest erwartendes Mannes gelungen. Das Buch lässt sich Zeit mit seiner Geschichte, die Leserin beobachtet, wie sich Kate und Anthony umkreisen, lacht über ihre Streitereien, als sie sich zunächst nicht ausstehen können, und spürt, wie sich eine Freundschaft entwickelt, die schließlich zu Liebe wird.Auf den ersten Seiten kam mir Anthonys Verhalten konstruiert und kindisch vor, aber mit der Zeit wurde es wirklich nachvollziehbar. Vielleicht glauben nicht viele Menschen, im Voraus zu wissen, in welchem Alter sie sterben werden. Aber Ängste, die nüchtern betrachtet unbegründet und unlogisch sind und einen trotzdem fest im Griff haben, kennt wohl jeder, und Julia Quinn beschreibt sie anschaulich.

The Viscount who loved me, Julia Quinn
Piatkus, 320 Seiten, ca. 7 Euro, ISBN 978-0-749-93658-7

Wie bezaubert man einen Viscount?, Julia Quinn
Mira Taschenbuch im Cora Verlag, 384 Seiten, 6,95 Euro, ISBN 978-3-899-41538-4 
 





Rezension: The Duke and I (Julia Quinn)

7 02 2009
The Duke and I (Quinn)

The Duke and I (Quinn)

gelesen von Astrid Walter

Worum geht’s?

“The Duke and I” ist der erste Band der Bridgerton Serie.

Daphne Bridgerton wird seit anderthalb Jahren von ihrer Mutter über jeden Ball in ganz London geschleift – und hat immer noch keinen adäquaten Heiratsantrag erhalten. Anscheinend sehen alle interessanten Männer sie als besten Kumpel und gute Freundin, nicht aber als begehrenswerte Frau. Im England des Jahres 1813 wird das für die patente junge Frau langsam zu einem Problem.

Auch Simon Bassett, Duke of Hastings, fühlt mit Ende 20 den Druck der Gesellschaft, wenn auch genau umgekehrt. Denn der Duke of Hastings hat sich schon früh geschworen, nie zu heiraten und keinesfalls einen Nachkommen zu zeugen. So will er sich an seinem Vater rächen, der nie damit klar kam, dass sein einziger Erbe Simon als Kind ein hilflos stotternder Junge war. Sämtliche Mütter mit heiratsfähigen Töchtern hält dieses Gelübde Simons aber nicht davon ab, ihn bei jeder Gelegenheit zu belagern und zu bedrängen.

Als einer von Daphnes älteren Brüdern dem befreundeten Duke von dem Dilemma seiner Schwester erzählt, ersinnt Simon eine kleine Scharade, die beiden den Druck nimmt: Daphne und er spielen künftig das verliebte Paar. Sie erhält als seine Auserwählte die verdiente Aufmerksamheit aller Junggesellen und er hat Ruhe vor seinen Verehrerinnen. Es könnte perfekt sein. Kämen beiden nicht plötzlich echte Gefühle in den Weg.
Und, wie war’s?

Ein wenig tiefgründiger als die anderen Julia Quinn Romane. Natürlich ist das alles immer noch keine anspruchsvolle Literatur, aber der Charakter des Simon ist doch ausgefeilter als der von üblichen männlichen Helder der Regency Romance Novels. Seine immer noch durchschimmernden Sprachprobleme, seine Wut gegen den Vater und die psychischen Qualen, die er sich damit selbst bereitet, sind gut nachvollziehbar und machen die Liebesgeschichte interessanter als die meisten anderen.

Daphne dagegen ist die typische Julia-Quinn-Frau: Ungewöhnlich patent und frech für die damalige Zeit solange es um das alltägliche Leben geht, naiv und verwirrt, sobald der erste Kuss droht.

Sehr romantisch und voller amüsanter Neckereien und Begebenheiten, so dass das Lesen einfach Spaß macht, ist natürlich auch dieses Werk der amerikanischen Autorin.

The Duke and I, Julia Quinn
Piatkus Books, 339 Seiten, ca. 6 Euro, ISBN 0-7499-3657-6

Wie erobert man einen Duke?, Julia Quinn
Mira Taschenbuch im Cora Verlag, 400 Seiten, 6,95 Euro, ISBN 978-3-89941-537-7
PS: Es ist empfehlenswert, die britische Ausgabe zu kaufen. Mit der amerikanischen und auch der deutschen wollte ich mich aufgrund der verkitschten Cover nicht in der Öffentlichkeit sehen lassen.







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