gehört von Michele Reble

Die fünf Menschen, die dir im Himmel begegnen (Mitch Albom)
Worum geht’s?
Eddie hat in seinen 83 Jahren zwar einiges erlebt, aber nichts was ihm wirklich bedeutungsvoll erscheint. Seinen Job als Monteur in einem Vergnügungspark führt er gewissenhaft aus, so dass ihm schleierhaft ist, wieso eines der Fahrgeschäfte plötzlich eine Fehlfunktion hat. Eddie versucht noch in letzter Minute ein kleines Mädchen davor zu bewahren, von dem Fahrgeschäft zerquetscht zu werden, doch Eddie selbst schafft es nicht mehr rechtzeitig weg. Er stirbt.
Doch das ist erst der Anfang. Denn Eddie begegnet im Jenseits fünf Menschen, die in gewissen Lebensabschnitten für ihn eine entscheidende Rolle gespielt haben. Sie helfen ihm, einen anderen Blick auf sein Leben zu gewinnen und zu erkennen, dass sein Leben bedeutungsvoll war.
Und, wie war’s?
Alboms bisherige Bücher “Dienstags bei Morrie” und “Nur einen Tag noch” hatten mich so begeistert, dass ich mir sicher war, bei diesem Autor nicht enttäuscht zu werden. Tatsächlich hätte ich aber eher meinem Gefühl trauen sollen, dass mich sowohl bei Titel als auch Inhaltsangabe nicht umgehauen hat.
“Die fünf Menschen, die dir im Himmel begegnen” ist schlicht, aber unterhaltsam und kurzweilig geschrieben. Die Lehre hinter dem Ganzen wird auch schnell klar, nur war es mir ein wenig zu oberflächlich. Es hat mich nicht wirklich berührt, was aber auch daran gelegen haben kann, dass der Sprecher mich mit seiner zeitlupenhaften, großväterlichen Märchenbuch-Erzählstimme wirklich genervt hat. Richtig lächerlich wurde es dann bei englischen Ausdrücken oder ganzen Sätzen, an deren Ausprache er kläglich gescheitert ist. Ein anderer Sprecher hätte dem Buch sicherlich gut getan.
Taschenbuch: Goldmann, 224 Seiten, 7,95 Euro, ISBN 3442460778
Leselust ist Mitglied im Rezensionsprogramm von audible.de. Ich danke der Audible GmbH für das kostenfreie Hörbuch.




