
Breaking Dawn (Meyer)
gelesen von Astrid Walter

Breaking Dawn (Meyer)
gelesen von Astrid Walter

New Moon (Meyer)
gelesen von Astrid Walter
Worum geht’s?
Bis(s) zur Mittagsstunde / New Moon ist der zweite Band der Twilight Saga (Rezension Band 1; Rezension Band 3; Rezension Band 4).
Die Schülerin Bella ist glücklich mit ihrem Vampir-Freund Edward, doch dann verletzt sie sich an ihrem 18. Geburtstag – und Edward muss sie vor seiner eigenen Famile beschützen, die nun nach Bellas verführerisch duftendem Blut giert. Der Zwischenfall endet harmlos, aber Edward ist danach davon überzeugt, dass Bella in der Nähe von Vampiren nie sicher sein kann. Also verlässt er sie sicherheitshalber gleich ganz und nimmt seine Familie auch noch mit.
Bella versinkt in einem schwarzen Loch und wird erst von Jacob, einem Werwolf, wieder herausgeholt. Gerade als das Leben für Bella wieder erträglich ist, taucht Alice, Edwards Schwester, mit einer schrecklichen Nachricht auf.
Und, wie war’s?
Grundsätzlich nett zu lesen. Aber ich habe auch vor allem am Anfang und am Ende häufig ärgerlich die Stirn gerunzelt, denn bestimmte Verhaltensweisen und das damit von der Autorin ausgedrückte Weltbild haben mich gestört. So nimmt Bella einfach jede Entscheidung des sehr bestimmenden Edwards hin, ohne sie auch nur in Frage zu stellen – geschweige denn, dass Edward ihre Meinung zu irgendwas erfragen und berücksichtigen würde. Ist das wirklich das Frauenbild und ein Beziehungsmuster, das Mädchen heutzutage vermittelt werden sollte? Ich finde nicht.
Trotzdem bereue ich es nicht, New Moon (die deutsche Übersetzung war noch nicht als Taschenbuch erschienen und ich bin ungeduldig…) gelesen zu haben. Nicht zuletzt weil dem heißblütigen Jacob mehr Raum gegeben wird, hatte das Buch durchaus seine spannenden, amüsanten und romantischen Stellen. Im Gegensatz zum ersten Band gibt es auch traurige Momente, denn Bellas Zusammenbruch nach der Trennung von Edward ist für mein Empfinden realistisch und berührend geschildert.
Alles in allem war mein Magenkribbeln vom ersten Band zwar weg, aber so ist das eben, wenn die erste Verliebtheit nachlässt ;-)
New Moon, Stephenie Meyer
Atom, 563 Seiten, ca. 9 Euro, ISBN 978-1-904233-88-6
Bis(s) zur Mittagsstunde, Carlsen, 576 Seiten, 9,95 Euro, ISBN 978-3-551357-82-3 (Erscheint Mitte Februar 2009)

Twilight (Meyer)
gelesen von Astrid Walter
Worum geht’s?
Bis(s) zum Morgengrauen / Twilight ist der erste Band der Twilight Saga (Rezension Band 2; Rezension Band 3; Rezension Band 4)

Bis(s) zum Morgengrauen (Meyer)
Und, wie war’s?
Dieses Buch hat mich mitgerissen, wie schon lange keines mehr. Dabei wollte ich es erst gar nicht lesen. Mädchen verliebt sich in Jungen, Junge ist blöderweise ein Vampir, der sich nicht entscheiden kann, ob er sie küssen oder aussaugen soll – naja, klang für mich irgendwie nach Teeniekram. Der es ja eigentlich auch sein sollte, schließlich schreibt Stephenie Meyer Jugendromane; Wer “Bis(s) zum Morgengrauen” lesen möchte, muss also in die Kinderbuchabteilung. Der Weg lohnt sich. Zumindest für alle, die Mysterygeschichten nicht grundsätzlich ablehnen. Aber Vorsicht: “Bis(s) zum Morgengrauen” ist eines dieser Bücher, nach denen erstmal jedes andere nur unbefriedigend sein kann.
Edwards gut dargestellte innere Zerissenheit, sein Hass auf das eigene Dasein, die immer im Raum schwebenden Fragen, ob man ist, was und wie man ist – oder sein kann, was man sein möchte, und ob man sich von dem fern halten kann, was einem schadet, wenn es doch zugleich das ist, was man liebt, machen das Buch tiefgründiger, als es die Geschichte erstmal vermuten lässt.
Vor allem aber ist das Buch derart spannend, dass ich in der Mittagspause mit dem dampfenden Essen vor der Nase und der Gabel in der Hand so fasziniert las, dass das Essen unberührt wieder kalt wurde. Und so romantisch, dass in meinem Magen sogar ein paar Schmetterlinge flogen.
Wie Stephanie Meyer das Kunststück gelingt, einen mit einem solchen Sog in ihre klassische Geschichte hineinzuziehen? Ich habe keine Ahnung. Aber eigentlich ist es mir auch egal. Hauptsache, die folgenden drei Bände der Twilight Saga genannten Serie sind genauso gut.
gelesen von Astrid Walter

Die schwarze Stadt (Pierce)
Worum geht’s?
Tamora Pierce erzählt in insgesamt vier Bänden die Geschichte von Alanna, einem mutigen und sturen Mädchen, das es schafft, die erste Ritterin des Köngreichs Tortall zu werden. Da die Bände aufeinander aufbauen, sollte man sie (zumindest beim ersten Mal ;-) ) auch in der richtigen Reihenfolge lesen. Band 2 ist “Im Bann der Göttin”, Band 3 “Das zerbrochene Schwert”, Band 4 “Das Juwel der Macht”.
In “Die schwarze Stadt” wird der Wildfang Alanna von Trebond von ihrem Vater ins Kloster geschickt, damit aus ihr ein braves Fräulein wird. Ihr Zwillingsbruder Thom, ein vergeistigter Weichling, soll dagegen am Königshof die gefährliche Ritterausbildung durchleben. Kurz entschlossen tauschen die Zwillinge Plätze: Alanna reist als “Alan” verkleidet an den Königshof, Thom geht ins Kloster, um von den gelehrten Mönchen die Kunst der Zauberei zu erlernen. Ein Jahr lang quält Alanna als Page ihren Körper im harten Ritter-Training und ihren Geist im täglichen Studium. Bald gehört sie zur Clique des Thronerben Jonathan und lebt sich am Hof ein, doch dann zeigt sich, dass die Götter dem Mädchen ganz besondere Aufgaben zugedacht haben…
Und, wie war’s?
Die Zielgruppe der Alanna-Reihe sind Jugendliche, und obwohl Fantasy zumeist eher ein Jungen-Genre ist, dürfte die Geschichte der eigensinnigen Alanna vor allem Mädchen im Alter zwischen 11 und 14 ansprechen. Trotzdem empfehle ich “Die schwarze Stadt” auch für Erwachsene, denn die Mischung aus Einblicken in die Welt des Mittelalters und der phantastischen Ebene rund um Götter und Magie lässt mich die Realität für Stunden vergessen. Tamora Pierce gelingt eine so liebevolle und facettenreiche Beschreibung des Königreichs und der Palastbewohner, dass man leicht komplett in das Phantasiereich Tortall abtauchen kann.
Die schwarze Stadt. Alanna von Trebonds Abenteuer, Tamora Pierce
Arena, 207 Seiten, 5,90 Euro, ISBN 978-3401018157