Rezension: Darkest Fear (Harlan Coben)

4 03 2011
Darkest Fear (Coben)

Darkest Fear (Coben)

gelesen von Astrid Walter

Worum geht’s?

Darkest Fear ist der siebte Band der Myron-Bolitar-Reihe.

Als seine Ex-Freundin Emily nach vielen Jahren bei Myrons Eltern auftaucht, ahnt er schon, dass es ein gewaltiges Problem geben muss. Damit, dass er einen unehelichen Sohn hat und dieser auch noch an einer tödlichen Krankheit leidet, hat er aber nicht gerechnet. Emily bittet Myron um Hilfe. Ein lebensrettender Spender für ihren Sohn Jeremy war schon gefunden, doch nun ist er verschwunden. Myron soll nach ihm suchen. Trotz vieler Zweifel macht Myron sich, wie immer unterstützt von seinen Freunden Win und Esperanza, an die Arbeit. Dabei kommt ihm ein entsetzlicher Verdacht: Der potentielle Spender könnte mit einem grausamen Serienmörder identisch sein. Der quält weniger seine Opfer und mehr ihre Angehörigen, die von Andeutungen in die Panik getrieben voller Unsicherheit und Sorge ihre dunkelsten Alpträume durchleben. Auch Myrons ist in diesem Buch noch von zusätzlichen Ängsten gezeichnet, sein Vater hat gerade erst einen Herzinfarkt überstanden.

Und, wie war’s?

“Darkest Fear” ist weniger brutal als die vorherigen Myron-Bolitar-Krimis und doch belastender als sie alle zusammen. Die Angst der Eltern um ihr Kind ist für den Leser förmlich spürbar. Das ganze Buch ist weniger lockerflockig als seine Vorgänger und wirkt ernster und erwachsener. Mir hat das sehr gut gefallen.

“Darkest Fear” verzichtet auf einige fast schon klassische Kampfszenen mit Win als Superhelden. Auch ist der Band nicht ganz so lustig ist wie seine Vorgänger. Doch das hat mich gar nicht gestört, es passt zu der gedrückten Stimmung, die über dem ganzen Buch liegt, das ich wie alle Coben-Bücher verschlungen habe.

Von Band zu Band baut Coben eine engere Bindung des Lesers zu Myron auf. Inzwischen kommt es mir fast so vor, als würde ich den Sportagenten mit Geheimspionfähigkeiten schon persönlich kennen.

Darkest Fear, Harlan Coben
Dell, 319 Seiten, ca. 6 Euro, ISBN





Rezension: Von meinem Blut (von Harlan Coben)

8 10 2010
gelesen von Michele Rassinger
Von meinem Blut (von Harlan Coben)

Von meinem Blut (von Harlan Coben)

Worum geht’s?

“Von meinem Blut” ist der 9. Teil der Myron-Bolitar-Reihe.

Terese Collins ist nach einem schweren Schicksalsschlag 10 Jahre lang untergetaucht. Als sie einen verzweifelten Anruf ihres Ex-Mannes erhält, der sie bittet, nach Paris zu kommen, zögert sie nicht lange. Doch sie kommt zu spät: ihr Mann wurde ermordet. Die Beweise führen Terese zurück in ihre Vergangenheit, die sie um alles auf der Welt vergessen wollte. Völlig überfordert mit den Ereignissen, bittet sie Myron um Hilfe. Doch was dieser aufdeckt, ist selbst für ihn und seinen Freund Win eine Nummer zu groß.

Und, wie war’s?

Spannend, mitreißend, aufregend. Wie immer, wenn man ein Buch von Harlan Coben liest. Und wie immer verweilte es nicht lange ungelesen auf meinem Nachttisch. Cobens flüssige Art, seine Geschichten zu erzählen mit seinem bekannten Sinn für Humor und den witzigen Dialogen, aber auch der nötigen Portion Spannung und Adrenalin, begeistern mich immer wieder aufs Neue.

Coben hat in seinem aktuellen Buch mit Myron die Spannung nochmal gesteigert, indem er Myron selbst in die Geschichte verwickelt hat. Als Leser fiebert man somit auf ganz andere, viel intensivere Weise mit als bei Geschichten, die Myron nur auflösen muss. Gut finde ich auch das Ende, das Stoff für eine weitere Episode mit Myron und Terese liefert.

Etwas zu bemängeln habe ich jedoch:
Der englische Titel “Long lost” trifft es tausend Mal besser, als der deutsche Titel “Von meinem Blut”, der meiner Meinung nach einfach nur reißerisch und platt klingt. Auch das Titelbild der deutschen Ausgabe hat mit der Geschichte nichts zu tun.

Von meinem Blut, Harlan Coben
Goldmann, 400 Seiten, 9,95 €, ISBN 3442472784





Buchreihe: Myron Bolitar (von Harlan Coben)

8 10 2010
Folgende Bücher umfasst die Myron-Bolitar-Reihe von Harlan Coben:

01. Das Spiel seines Lebens / Deal breaker

02. Schlag auf Schlag / Drop shot

03. Der Insider / Fade away

04. Back spin

05. One false move

06. The final detail

07. Darkest fear

08. Ein verhängnisvolles Versprechen / Promise me

09. Von meinem Blut / Long lost

10.  Sein letzter Wille/Live Wire

Bände 1-3, 8-10 sind auf deutsch im Goldmann-Verlag erschienen. Bände 4-7 gibt es bisher nur auf englisch. Ob weitere Bände auf deutsch erscheinen, konnte die Pressestelle von Random House auf unsere Nachfrage hin nicht mitteilen.

Harlan Coben (Foto: Christian Thiel für Random House)

Harlan Coben (Foto: Christian Thiel für Random House)





Rezension: Back Spin (von Harlan Coben)

2 09 2009

 

Back Spin (Coben)

Back Spin (Coben)

gelesen von Astrid Walter

Worum geht’s?

“Back Spin” ist der 4. Teil der Myron-Bolitar-Reihe.

Während der U.S. Open wird der Sohn des berühmten Golfspieler-Paares Linda und Jack Coldren entführt. Linda gehört zur Weltklasse der Golferinnen, doch in diesem Jahr steht überraschend ihr Mann Jack im Mittelpunkt des Interesses. Vor vielen Jahren war er ein vielversprechender Junggolfer, doch als er damals bei einem wichtigen Turnier antrat, reichte ihm sein Caddy einen falschen Schläger und so ging es mit seiner Karriere rapide bergab. Bei den U.S. Open scheint ihm ein Comeback sicher – bis sein Sohn verschwindet und der Entführer von ihm das einzige verlangt, was er kaum zu leisten vermag: erneut verlieren.

Und, wie war’s?

Brutaler als die vorhergehenden Bolitar-Bände. Während die Gefahr bei den anderen Bolitar-Bänden meistens von hohlköpfigen Schlägern ausging, die Win im Handumdrehen niederschießen/-prügeln konnte, sind diesmal gewiefte Entführer im Spiel – und Win hält sich aus der Lösung des Falls großteils raus. Myron macht als Einzelkämpfer einige Fehler, und so wird ein Außenstehender verletzt und gerät in Lebensgefahr. Das macht “Back Spin” spannender als die Vorgänger. Die fehlende Interaktion zwischen Win und Myron nimmt dem Buch aber auch einiges von dem Humor, der die Bolitar-Reihe eigentlich ausmacht.

Gut gefallen hat mir, dass der Leser in “Back Spin” nicht nur tiefer in Myrons Psyche eintaucht, sondern auch etwas über Wins Hintergrund erfährt. Allerdings ist dieser Aspekt für Leser, die die anderen Bolitar-Bände nicht gelesen haben, vermutlich eher uninteressant.

Back Spin, Harlan Coben
Dell Publishing, 343 Seiten, ca. 5 Euro, ISBN 0-440-22270-2

PS: Das Buch ist bisher nicht auf Deutsch erschienen.





Rezension: Der Insider (von Harlan Coben)

24 06 2009
gelesen von Michele Rassinger

 

Der Insider (Harlan Coben)

Der Insider (Harlan Coben)

Worum geht’s?

“Der Insider” ist der 3. Teil der Myron-Bolitar-Reihe.

In dem dritten Teil der Myron Bolitar-Reihe wird der Sport-Agent und Ex-FBI-Mitarbeiter Myron von seiner Vergangenheit eingeholt. Nachdem ein schwerer Unfall vor 10 Jahren seine steile und erfolgversprechende Basketballkarriere beendet hat, wird er nun von einem NBA-Manager angeheuert. Offiziell, um das Team zu unterstützen. Inoffiziell, um den verschwundenen Star im Team und Myrons jahrelangen Konkurrenten Greg Downing zu finden. Bei seiner Suche entdeckt er, dass seine eigene Vergangenheit eine Schlüsselrolle spielt.

Und, wie war’s?

Harlan Coben liefert eine super Kombination aus einem neuen Fall für Myron und seinen Freund Win und der Aufarbeitung von Myrons Unfall und den schwerwiegenden Folgen.

Mit viel Fingerspitzengefühl hat Coben verschiedene Problematiken in seine Haupthandlung einfließen lassen, wie z.B. die Oberflächlichkeiten eines Superstar-Lebens oder die dreckigen Schlammschlachten einer Scheidung. Sehr amüsant sind wieder die Dialoge zwischen Win und Myron und Wins sehr unorthodoxes Verhalten.

Natürlich läuft auch in “Der Insider” alles wieder nach Schema F: jemand verschwindet, Myron sucht ihn und wird in heiklen Situationen von seinem Kampftechnik-Überfliegerfreund Win gerettet. Aber trotzdem ist weder die Sprache noch die Handlung abgedroschen und es ist schier unmöglich, hinter die unzähligen Wendungen in der Geschichte zu blicken, so dass das Ende überraschend bleibt.Der Insider, Harlan Coben
Goldmann, 370 Seiten, 8,95 €, ISBN 3442445345





Rezension: Schlag auf Schlag (von Harlan Coben)

23 04 2009

Drop Shot

Drop Shot

gelesen von Astrid Walter

Worum geht’s?
“Schlag auf Schlag”/”Drop Shot” ist der 2. Teil der Myron-Bolitar-Reihe.

Inmitten einer Menschenmasse bei dem Tennisturnier U.S. Open wird die junge Valerie Simpson erschossen. Kurz vor ihrem Tod hatte sie mehrfach versucht, den Sport-Agent und Ex-FBI-Mitarbeiter Myron Bolitar zu erreichen. Grund genug für Myron, an der Polizei vorbei eigene Nachforschungen anzustellen. Dabei gewinnt er Einblicke in das knallharte Tennisgeschäft, die zunächst mehr Fragen als Antworten aufwerfen.
Und, wie war’s?

Wie auch schon der Vorgänger “Das Spiel seines Lebens” überzeugt “Schlag auf Schlag” mit witzigen Dialogen, geschickt konstruierter Geschichte, sympathischen Hauptfiguren und überraschender Auflösung. Einige Täuschungsmanöver des Autors habe ich diesmal zwar frühzeitig durchschaut, bei der Suche nach dem Mörder (oder den Mördern) half mir das aber nicht, das Buch blieb spannend bis zum Schluss.
Schade fand ich nur, dass Win (Windsor Horne Lockwood III) und Esperanza weniger Raum gegeben wurde, hoffentlich tauchen die beiden im Dritten Band der Myron-Bolitar-Serie “Der Insider” wieder häufiger auf.
Schlag auf Schlag, Harlan Coben
Goldmann, 347 Seiten, 8,96 Euro, ISBN 978-3-442-46450-0

Originalausgabe: Drop Shot, Dell Book, 341 Seiten, ca. 6 Euro, ISBN 978-0-440-22045-9







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