Rezension: Ohne ein Wort (von Linwood Barclay)

16 10 2008
gelesen von Michele Rassinger
Ohne ein Wort (Linwood Barclay)

Ohne ein Wort (Linwood Barclay)

Worum geht’s?

Die 14-jährige Cynthia hat die Regeln ihrer Eltern weit überschritten: zu lange aus, mit dem falschen Kerl und zu viel Alkohol. Als sie am nächsten Morgen mit einem dicken Kater aufwacht, gilt ihre größte Sorge dem Papierkorb, in den sie sich nachts erbrochen hat. Sie schleicht sich aus dem Zimmer, um ihn heimlich zu säubern und wird das Gefühl nicht los, dass irgendwas anders ist als sonst. Es ist ungewöhnlich ruhig für einen ganz normalen Morgen. Und dann stellt sie fest, dass sie allein im Hause ist. Ihre Eltern und ihr Bruder sind weg. Verschwunden. Spurlos. Ohne ein Wort.

25 Jahre später, Cynthia ist mittlerweile verheiratet und Mutter einer 8-jährigen Tochter, nagen die Ereginisse jener Nacht noch immer an ihr und das Verschwinden ihrer Familie lässt sie nicht los. Auf einmal erhält sie seltsame Zeichen, die mit ihrer Vergangenheit zusammenhängen und sie begibt sich auf die Suche.


Und wie war’s?

Allein die Idee macht es schon lesenswert. Zudem versteht Linwood Barclay es, Spannung aufzubauen und zu halten. Nicht nur durch die unspektakuläre Erzählweise schauriger Ereignisse, sondern auch dadurch, dass er zwischen die eigentliche Geschichte Kapitel mit Dialogen einbaut, deren Sinn sich dem Leser erst nach und nach erschließen.

Auch wenn man im letzten Drittel den Ausgang ahnt, versteht es der Autor geschickt, ein paar Wendungen einzubauen, die trotzdem nicht zu weit hergeholt wirken. Daher will ich auch nicht zu viel verraten, denn „Ohne ein Wort“ sollte man gelesen haben.

Ohne ein Wort, Linwood Barclay
Ullstein Tb, 492 Seiten, 8,95 €, ISBN 3548267432


Aktionen

Information

2 responses

12 04 2009
Nicole

Mich haben die eingeschobenen Dialoge eher ein wenig irritiert, da man wirklich erst im letzten Drittel erahnen konnte, um wen es in diesen Abschnitten geht.

Ansonsten hat mir das Buch gut gefallen wegen der doch sehr geheimnisvollen Geschichte, die man als Leser gut mit der Hauptfigur gemeinsam zu enträtseln versucht. Auch die Auflösung fand ich überraschend und gar nicht mal so unglaubwürdig.

24 10 2008
Astrid Walter

Die eingeschobenen Dialoge, die man lange nicht zuordnen kann, bzw völlig falsch auslegt, fand ich auch sehr gut. Überhaupt war der ganze Aufbau der Geschichte super gemacht. Die Auflösung am Ende hat mich zu 90% überzeugt – das ist schon ein ziemlich hoher Wert für diese Art Thriller.

Ein bisschen schwer tat ich mich mit dem Schreibstil, wobei ich mein Problem nicht so ganz greifen kann. Vielleicht war mir die Erzählweise fast ZU unspektakulär, oder die Gedankenwelt des Protagonisten kam mir zu platt vor, hm, bin nicht sicher.

Trotzdem stimme ich Dir alles in allem zu: Gutes Buch, sollten Thrillerfans auf ihre Wunschliste setzen.

Wir freuen uns über Deine Meinung

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s