Rezension: Nora (von Pia Frankenberg)

6 11 2008
gelesen von Michele Rassinger

Nora (Pia Frankenberg)

Nora (Pia Frankenberg)

Worum geht’s?

Pia Frankenberg schildert zwei Frauenschicksale, die sich kreuzen: Nora ist Mitte Vierzig und vor 20 Jahren von Deutschland nach New York gezogen. Sie ist unfähig, sich an jemanden zu binden und kämpft mit den Schicksalsschlägen ihrer Vergangenheit.

Amy ist glücklich verheiratet und lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern ein Bilderbuchleben in New Jersey. Doch dann kommt Amys Mann beim Attentat auf das World Trade Center ums Leben und Amy schafft es kaum, mit diesem Verlust fertig zu werden.
Nora sieht Amy in einem TV-Bericht über die Hinterbliebenen von 9/11 und Noras Mitgefühl entwickelt sich zur Versessenheit. Sie wird zur Stalkerin und verfolgt Amy auf Schritt und Tritt, wohlglaubend, sie beschützen zu müssen und neugierig, zu erfahren, was aus Amy wird.

Und, wie war’s?

Die Erwartungen, die dieses Buch weckt, werden von Seite zu Seite mehr enttäuscht. Selten fand ich ein Buch so langweilig und nichtssagend wie dieses. „Nora“ lässt sich zwar leicht lesen, aber Pia Frankenberg ist es nicht gelungen, das Interesse an dem Fortgang der Handlung zu wecken.

Die Protagonistin hat mich absolut kalt gelassen. Für Amy hat man zwar ein wenig Mitleid entwickelt, aber auch nur oberflächlich. Die Schilderung für Noras Beweggründe, die in der Kindheit und Jugend verborgen liegen, haben mich nur die Stirn runzeln lassen.

So schön die Idee, so schlecht die Umsetzung.

Nora, Pia Frankenberg
Rowohlt Tb, 256 Seiten, 8,90 €, ISBN 349924280X


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2 responses

19 07 2009
Randnotiz: Kein schlimmerer Dieb als ein schlechtes Buch « Leselust

[…] eine Auswahl meiner persönlichen “bad books”: Pia Frankenberg, Nora Cilla Naumann, Eriks Zimmer Nick McDonell, Der dritte Bruder Francois Lelord, Hector und die […]

30 01 2009
Michael Petrikowski

Die Filmemacherin und Buchautorin Pia Frankenberg wird anlässlich der Berlinale aus New York nach Deutschland kommen. Auch wenn sie keinen neuen Film auf der Berlinale präsentiert, so dreht sich jedoch so einiges in ihrem neuen Roman „Der letzte Dreh“ um das Thema Film.

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