Rezension: Unter Haien (von Nele Neuhaus)

26 11 2008
gelesen von Michele Rassinger

Unter Haien (Nele Neuhaus)

Unter Haien (Nele Neuhaus)

Worum geht’s?

Geld, Macht, Korruption. Inmitten der Banker und Broker New Yorks legt die deutsche Alex Sontheim eine steile Karriere hin und wähnt sich mit dem Jobangebot als Abteilungsleiterin der großen Investmentfirma LMI am Ziel ihrer Träume. Ihr feiner Spürsinn, ihre Zielstrebigkeit und Intelligenz haben sie in der Branche zu einer gefragten Person gemacht, derren Charme auch der mächtige Investor Sergio Vitali nicht entkommen kann. Alex erhofft sich durch diese Begegnung, ihre Karriere weiter vorantreiben zu können und merkt erst viel zu spät, dass die Beziehung mit dem attraktiven und einflussreichen Sergio für sie nicht ohne Folgen bleibt. Sie befindet sich inmitten eines Netzes aus Lügen und Korruption und wird eines Mordes verdächtigt, den sie nicht begangen hat.

Und, wie war’s?

Phantastisch! Obwohl ich mich nach den ersten 100 spannenden und handlungsstarken Seiten gefragt habe, was nun noch auf den nächsten 460 Seiten passieren soll, war ich fast etwas wehmütig, als ich die letzte Seite gelesen habe. Ein langes Buch, aber gewiss nicht langweilig.

Die Kelkheimer Autorin Nele Neuhaus schreibt unglaublich mitreißend, spannend und detailgetreu. Die Charaktere sind perfekt durchdacht, die teils komplexen Handlungen sind schlüssig und so bildhaft geschildert, dass man glaubt, das Drehbuch des nächsten Blockbusters zu lesen. Man möchte kaum glauben, dass dies das erste veröffentlichte Buch der Autorin ist. Denn sie kann sich mit den Großen des Genre wie Grisham oder Crichton wahrlich messen.

Unter Haien, Nele Neuhaus
Monsenstein und Vannerdat, 567 Seiten, 16,90 €, ISBN 3865821405

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12 responses

30 10 2012
Astrid Kopp

Sehr geehrter Herr Bahm, Ihr Kommentar wurde keinesfalls gestrichen. Leselust ist ein privates in unserer Freizeit betriebenes Blog. Da wir jeden Kommentar manuell freischalten, um rechtliche Probleme zu vermeiden, kann es durchaus einige Zeit dauern, bis ein abgegebener Kommentar erscheint. Falls Sie unsere Seite schon etwas kennen würden, wüssten Sie außerdem, dass wir durchaus auch Bücher besprechen, an denen wir gar nichts lobenswert finden.

29 10 2012
Kurt Bahm

Von Kurt Bahm
Warum wurde meine kritische Rezension gestrichen ?. Auf dieser Web-Seite ist wohl nur Platz für Lobhudeleien.

29 10 2012
Kurt Bahm

Mir hat es gernicht gefallen.
Schon auf den ersten Seiten begann ich mich zu ärgern: Die junge Dame ist also 35 Jahre alt, hat schon 12 Jahre „Wall Street Erfahrung“, zuvor studiert in Deutschland und in England. Hat sie Abitur mit 12 gemacht ? Gut, könnte man noch als künstlerische Freiheit abtun. Weiter geht es damit, dass die Dame wohl auch noch in Kampfkunst ausgebildet ist, denn schließlich schlägt sie auf den Stufen des Metropolitan Museums zwei ausgewachsene Kriminelle zusammen. Welch ein Zufall, das bedauernswerte Opfer ist (außer dem Leser) natürlich eine weltberühmte Opernsängerin. So verwundert es auch nicht mehr, dass die Dame außergewöhnlich schön und außerdem eine Granate im Bett ist. Kein Wunder, dass sich die mächtigsten Männer New Yorks in sie verlieben.
Ganz schlimm ist aber die Konstruktion des Romans als solche: Man nehme eine Stadtkarte zur Hand, zähle die Locations auf, die jeder New York (besser Manhattan) Tourist kennt, wie Central Park, Battery Park, Fifth Avenue, Schifffahrt Circle Line usw. auf). Dann klaue man sich aus Hollywood sämtliche Klischees der Mafia-Filme und rühre das Ganze zu einem literarischen Brei zusammen. Das literarische (es fällt mir schwer, das Wort überhaupt zu benutzen) Niveau ist irgendwo zwischen billigen Kurzgeschichten in Hausfrauenzeitungen, Groschenromanen und der Bildzeitung (Sorry, liebe Bildzeitung) anzusiedeln.
Es ist mir ein Rätsel, warum sich die Autorin im Vorwort darüber wundert, dass kein Verlag bereit war, diese Farce von einem Roman zu drucken. Ein noch größeres Rätsel ist, warum es der Verlag es doch noch getan hat. Ich kann es mir nur so erklären, dass der Verlag im Zuge des Erfolgs von anderen Romanen der Autorin gedacht hat, er könne jetzt auch dieses Buch erfolgreich vermarkten.
Hat offensichtlich funktioniert, ich Trottel habe es ja gekauft. Nach einem Drittel des Buches habe ich es in den Müll geworfen und bereue jede Seite, die ich gelesen habe

22 03 2012
Randnotiz: “Unter Haien” in den Top 10 der SPIEGEL Bestsellerliste « Leselust

[…] Neuhaus’ erstes Werk “Unter Haien” gehört definitiv zu meinen Lieblingsbüchern. Umso mehr freut mich natürlich, dass dieses […]

22 01 2012
onedayofsilence

Zwei Krimis habe ich von Nele Neuhaus bisher gelesen und beide haben mir gut gefallen. ‚Unter Haien‘ halte ich trotzdem noch für besser und ausgereifter, weil Krimis mit starkem regionalen Bezug mich nicht immer so ansprechen. Absolut positiv fand ich, dass dem Leser nebenbei die Funktionsweisen der Finanzwelt erklärt werden. In dieser trockene Thematik einen so mitreißenden Thriller zu verpacken, verdient großen Respekt.
Meine Rezension befindet sich auf http://www.onedayofsilence.com/literatur/nele-neuhaus-unter-haien.

29 11 2010
Rezension: Eine unbeliebte Frau (von Nele Neuhaus) « Leselust

[…] Neuhaus ist mir durch ihren ersten Rom „Unter Haien“ bekannt und obwohl ich von regionalen Krimis bisher nicht sehr angetan war, haben mich viele […]

5 10 2010
Randnotiz: Trailer zu „Unter Haien“ « Leselust

[…] Ein, wie ich finde, sehr gelungenes Beispiel ist der Trailer für „Unter Haien„. […]

4 08 2010
Randnotiz: Zitat auf Buchcover „Unter Haien“ und in amazon.de « Leselust

[…] sich ja immer über Lob. So fand ich es damals schon toll, als ich auf meine Rezension zu „Unter Haien“ von Nele Neuhaus höchst persönlich eine Mail erhielt, in der sie sich für meine Rezension […]

20 06 2010
Randnotiz: Die idealen Bücher für den Sommerurlaub « Leselust

[…] Neuhaus: Unter Haien (eine ordentliche Portion Spannung für laue […]

20 06 2010
Randnotiz: Die idealen Bücher für den Sommerurlaub « Leselust

[…] Neuhaus: Unter Haien (eine ordentliche Portion Spannung für laue Sommerabende) […]

2 12 2008
Michele Rassinger

Die Taunusromane wurden mir von meinem Kollegen auch schon ans Herz gelegt und stehen auch schon auf meiner langen Bücherliste. Ich bin gespannt, da ich bisher leider nur schlechte Erfahrungen mit regionlen Krimis gemacht habe (wie Du auch schon erwähnt hast). Aber ich lass mich gerne bekehren! ;-)

2 12 2008
Thomas Wanhoff

Ich habe die Taunusromane von Nele Neuhaus gelesen. Macht richtig Spaß, wenn man die Orte der Handlung so gut kennt. Und anders als viele so genannte Schriftsteller aus dem Taunus beherrscht sie das Handwerk einer (wenn auch nicht überdurchschnittlihen) Krimiautorin.

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