Rezension: Die Therapie (von Sebastian Fitzek)

14 12 2008
gelesen von Michele Rassinger

Die Therapie (Sebastian Fitzek)

Die Therapie (Sebastian Fitzek)

Worum geht’s?

Die 12-jährige Josy, Tochter des bekannten Berliner Psychotherapeuten Viktor Larenz, leidet an einer schweren Krankheit, deren Ursache kein Arzt auf den Grund kommt. Als Josy plötzlich spurlos verschwindet und auch nach 4 Jahren kein Hinweis zu ihrem Verbleib auftaucht, zieht sich Viktor in ein abgelegenes Ferienhaus auf einer Insel zurück. Er schafft es nicht, mit dem Verlust seiner geliebten Tochter fertigzuwerden.

Eines Tages taucht eine Unbekannte bei ihm auf und bitte ihn, sie zu therapieren. Denn sie wird von schrecklichen Wahnvorstellungen heimgesucht, in denen immer wieder ein kleines Mädchen auftaucht, dass erschreckend viele Parallelen zu Josy aufweist. Viktor nimmt sich der Unbekannten an und bringt grausamste Dinge ans Licht…

Und, wie war’s?

Soweit klingt die Zusammenfassung von Fitzeks Thriller ja richtig gut. Und spannend geht „Die Therapie“ auch los. Anfangs möchte man kaum aufhören zu lesen, weil man so in den Bann dieser düster projizierten Stimmung gerissen wird, dass es einen schaudert. Schwache Gemüter sollten sich nicht gerade die Abendstunden im Bett zum Lesen aussuchen. Außer sie sind genauso schnell ermüdet vom ewigen Spannungsbogen, der am Ende jedes Kapitel auf dramatischste Weise gezogen wird, wie ich.

Mir war schon im letzten Drittel klar, dass mich der flache Stil des Autoren davon abhalten wird, weitere Bücher von ihm zu lesen. Bei der Auflösung der Geschichte habe ich dann völlig kapituliert. Die ersten Seiten sind wirklich klasse, doch Fitzek hat es für meinen Geschmack nicht geschafft, eine anspruchsvolle Spannung zu halten, da er sich viel zu vielen Klischees bedient und die gute Idee der Geschichte durch das haarsträubende Ende verpatzt hat.

Die Therapie, Sebastian Fitzek
Knaur, 336 Seiten, 7,95 €, ISBN 3426633094


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One response

29 08 2009
Rezension: Amokspiel (von Sebastian Fitzek) « Leselust

[…] meinem Vorhaben, von Sebastian Fitzek nichts mehr anzurühren, nachdem ich von „Die Therapie” wirklich enttäuscht war, habe ich mir von meiner Kollegin „Amokspiel” […]

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