Rezension: Kalt ist der Abendhauch (von Ingrid Noll)

29 01 2009
gelesen von Michele Rassinger

Kalt ist der Abendhauch (Ingrid Noll)

Kalt ist der Abendhauch (Ingrid Noll)

Worum geht’s?

Charlotte lebt mit ihrer Puppe und engsten Vertrauten Hulda alleine in ihrem Haus in Darmstadt. Mit ihren 83 Jahren ist sie noch selbständig genug, für sich selbst zu sorgen und lässt sich von nichts so schnell aus der Ruhe bringen. Doch der bevorstehende Besuch ihres Schwagers Hugo, der ihr Leben lang ihre Sehnsüchte geweckt hat, stellt Charlottes Leben auf den Kopf. So kommen einige Wahrheiten ans Licht, die Charlotte lieber mit ins Grab nehmen wollte.

Und, wie war’s?

Wie immer bei Büchern von Ingrid Noll: gespickt mit schwarzem Humor und viel Ironie, gepaart mit amüsanten Passagen und lustig-leichtem Lesefluss. Die Heldin des Romans ist weder jung noch erfolgreich, aber deswegen nicht weniger interessant: Charlotte hat in ihrem Leben viel erlebt und lässt den Leser auf unterhaltsame Weise daran teilhaben.

Ingrid Noll lässt ihre betagte Protagonistin auf wunderschöne Weise frisch und modern erscheinen und räumt auf mit einigen Vorurteilen und dem clicheehaftem Denken über Senioren in unserer Zeit auf.

Am Rande werden immer wieder geschichtliche Details des beginnenden 20. Jahrhunderts eingepflochten. Und auch schon bekannte Figuren wie Cora aus „Die Häupter meiner Lieben“ finden in diesem Roman ihren Auftritt.

Ingrid Noll, Kalt ist der Abendhauch
Diogenes, 245 Seiten, 9,90 €, ISBN 3257230230


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