Rezension: Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück (von Francois Lelord)

4 02 2009

gelesen von Michele Rassinger

Hectors Reise (Francois Lelord)

Hectors Reise (Francois Lelord)

Worum geht’s?

Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück ist der erste Band über den Psychiater Hector (Rezension Band 2; Rezension Band 3).

Hector ist Psychiater und wird immer frustrierter, als er feststellt, dass er einigen Patienten partout nicht helfen kann. Ihnen ist kein wirkliches Unglück widerfahren und doch schaffen sie es nicht, glücklich zu sein. Also beginnt Hector eine Reise durch die Welt, auf der Suche nach dem Glück und was es bedeutet, glücklich zu sein.

Und, wie war’s?

Francois Lelord bedient sich einer sehr einfachen, kindlichen Sprache im Stile von „Die Sendung mit der Maus“. Zugegeben, anfangs ist es etwas ungewohnt und befremdlich, sich mit dieser Erzählweise zurechtzufinden. Meine Gedanken bewegten sich zwischen „will ich mir das wirklich antun“ und „es ist ja mal was ganz anderes“.

Schnell wird einem bewusst, dass es hier nicht darum geht, große Weisheiten und Patentrezepte zum Glücklichsein aufzustellen. Denn schließlich sind es die kleinen und alltäglichen Dinge, die zum Glücklichsein beitragen, denen man sich aber mal wieder bewusst werden muss. Und genau das erreicht Francois Lelord mit Hectors Reise. In Form von über 20 Lektionen zum Thema Glück schreibt Hector eine Art Leitfaden und verarbeitet somit die Erlebnisse seiner Weltreise.

Unpassend und sehr befremdlich fand ich das Bild von Männer und Frauen, das Francois Lelord in seinem Buch zeichnet. So fehlt natürlich nicht die bildhübsche Asiatin, die sich für Geld dem europäischen Hector von ihrer „besten“ Seite zeigt oder die nette Afrikanerin, die aus einer Laune heraus und weil sie gerade so gut drauf ist, mit Hector ein Schäferstündchen hält. Und das Grinsen der Männer, die Hector auf seiner Reise kennen lernt, wird immer größer, wenn sie die Chance wittern, gleich mehrere hübsche Damen ganz für sich allein zu haben.

Die gute und teils auch schön umgesetzte Idee von Hectors Reise habe ich mir aber durch solch überflüssiges und unangebrachtes Klischeedenken nicht vermiesen lassen. Abschließend kann ich Elke Heidenreichs Kritik nur zustimmen: „Wenn man dieses Buch gelesen hat – ich schwöre Ihnen – ist man glücklich.“

Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück, Francois Lelord
Piper, 192 Euro, 8,50 €, ISBN 3492248284


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4 responses

11 01 2014
Ewald Nickl

Ich denke sehr viel Menschen waeren schon etwas gluecklicher wenn sie nur einen Hauch der sozialen und gesellschafltichen Moeglichkeiten des Hectors haetten. Im Uebrigen werden in diesem Buch Mann Frau Klischees breitgetreten die nur aus der Phantasie eines aelteren Herren kommen koennen.

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