Rezension: Wer bin ich – und wenn ja, wie viele? (von Richard David Precht)

31 03 2009

Wer bin ich und wenn ja wie viele

Wer bin ich und wenn ja wie viele

 

gehört von Astrid Walter
 
Worum geht’s?
 
„Wer bin ich – und wenn ja, wie viele“ ist ein Abriss über den Stand der Dinge in Philosophie, Psychologie und Hirnforschung. Darwin kommt darin ebenso zu Wort wie Descartes. Die Frage nach dem Sinn des Lebens wird aufgeworfen und Tipps zum Glücklichsein gegeben.
 
Und, wie war’s?
 
Anstrengend, aber sehr interessant. Ich musste mich schon ganz genau konzentrieren, um den Theorien der gelehrten Männer (gelehrte Frauen kommen in dem Hörbuch so gut wie nicht vor) zu folgen. Und es wäre leider auch gelogen, würde ich behaupten, alles verstanden zu haben. Vor allem die Frage, ob es ein „Ich“ gibt und wo es wohl sitzt, hat bei mir zu mehr Verwirrung als Erkenntnis geführt. Aber das Hörbuch hat viel Stoff zum Nachdenken geliefert und trägt massiv zur Allgemeinbildung bei.
 
Außerdem gestaltet Precht seine lehrreichen Geschichten so kurzweilig, wie es bei diesen trockenen Themen nur möglich ist und zieht so manchen amüsanten Vergleich. Das Hören hat mir durchaus Spaß gemacht. Ab und an habe ich mir allerdings doch die Buchversion gewünscht, um mal schnell ein paar Seiten zurück blättern zu können, wenn mir ein Zusammenhang entfallen war.
 
Alles in allem ein gutes Werk, das aber dem Leser/Hörer eine Menge Aufmerksamkeit abverlangt. Vor dem Einschlafen im Bett oder während einer Fahrt mit 250 km/h auf der Autobahn ist es sicher die falsche Wahl, lange Stauzeiten oder langeweiliges Bügeln lassen sich damit aber in sinnvolle, interessante Tätigkeiten verwandeln. 
 
Wer bin ich – und wenn ja, wie viele?, Richard David Precht
Hörbuch gelesen von Caroline Mart und Bodo Primus
Random House Audio, ca. 16 Euro, ISBN 978-3-866-04923-9
 
Taschenbuch: Goldmann, 397 Seiten, 14,95 Euro, ISBN 978-3-442-31143-9


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2 responses

17 04 2009
Astrid

Ich hab’s nicht gemacht, weil ich meistens beim Hören von Hörbüchern noch irgendwas nebenbei mache (Autofahren; Bügeln) und da der ständige Griff zum CD-Player eher stört. Aber ich habe einige Kapitel mehrfach gehört, das hat ganz gut funktioniert. Den Vorteil des schnellen Nachblätterns hat man aber beim Hörbuch sicher nicht, insofern ist in diesem Fall wohl wirklich die Buchform die bessere.

17 04 2009
mulliner

Als Hörversion stelle ich mir das Buch tatsächlich schwieriger vor, weil man doch öfter noch einmal nachschlagen oder an manchen stellen eine kurze Pause einlegen muss, um kurz über den Satz nachzudenken. Wie ist es bei der CD, drückt man dann die Stopp-Taste?

http://mulliner.wordpress.com/2009/04/17/richard-david-precht-wer-bin-ich-und-wenn-ja-wie-viele/

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