Rezension: Solange Du da bist (von Marc Levy)

1 04 2009
gelesen von Michele Rassinger

Solange Du da bist (Marc Levy)

Solange Du da bist (Marc Levy)

Worum geht’s?

Arthur kann seinen Augen kaum trauen, als eines Tages in seinem Badeschrank eine Frau sitzt oder besser gesagt: ihr Geist. Sie heißt Lauren und erzählt ihm, dass sie durch einen schweren Autounfall im Koma liegt, ihr Geist sich aber von ihrem Körper getrennt hat. Natürlich zweifelt Arthur an seinen Sinnen, doch schnell wird ihm bewusst, dass alles, was Lauren ihm erzählt, wahr ist. Und er ist der einzige Mensch, der Lauren „sehen“ kann. Dies führt nicht nur zu einigen lustigen, sondern vor allem auch vielen peinlichen Situationen.
Er beginnt, sich auf ihre Geschichte einzulassen, befasst sich mit dem Thema Koma und versucht mit ihr gemeinsam, einen Ausweg zu finden. Je mehr Zeit sie miteinander verbringen, desto mehr bindet sich Arthur an Lauren und entwickelt immer stärkere Gefühle für sie. Sein Umfeld kann diese aberwitzige Geschichte nicht glauben und befürchtet, er sei übergeschnappt. Seine Hoffnung, dass Lauren eines Tages wieder aufwachen wird, ist gefährdet, als die lebenserhaltenden Maßnahmen abgestellt werden sollen. Arthur sieht nur einen einzigen Ausweg.

Und, wie war’s?

Der Geist, der sich vom Körper trennt und sich einem anderen offenbart – nein danke, das ist mir zu phantastisch. Das war mein erster Eindruck, als mir meine Freundin von „Solange Du da bist“ vorschwärmte. Sie meinte, es wäre die schönste Liebesgeschichte, die sie je gelesen hätte und ich solle bloß ein Päckchen Tempo bereithalten.

Mittlerweile kann ich ihre Euphorie sehr gut nachvollziehen. Marc Levy stellt mit seinem ersten Werk deutlich unter Beweis, dass er die Kunst, den Leser an eine gefühlvoll erzählte Geschichte zu fesseln, meisterhaft beherrscht. Die Bindung, die er zwischen den beiden Protagonisten entstehen lässt, ist sehr ergreifend und wunderschön beschrieben.

Doch nicht nur die Liebesgeschichte lässt einen das Buch verschlingen, sondern auch die spannende Handlung. Nebenbei regt es zum Nachdenken an; darüber, wie man zu dem heiklen Thema Koma steht, wie man selbst handeln würde, wenn ein Angehöriger oder Nahestehender betroffen wäre.

Die Fortsetzung der Geschichte von Arthur und Lauren erzählt Levy in „Zurück zu Dir„.


Solange Du da bist, Marc Levy
Aufbau Tb, 277 Seiten, 8,50 €, ISBN 3746618363


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4 responses

29 10 2010
Michele Rassinger

Ich finde es zwar auch nicht so toll, dass bei der Verfilmung die Namen und ein paar weitere Details geändert wurden, aber ich gebe Dir recht: die Erklärung, warum David sie sehen konnte ist im Film schlüssiger.

22 10 2010
Beth

Das Buch wurde auch verfilmt, mit Reese Witherspoon und Mike Ruffallo. Allerdings sind angefangen bei den Namen der Hauptcharaktere (David und Elizabeth) auch sonst sehr viele Dinge abgeändert worden. So ist „lizzy“ nicht auf dem Weg in den URlaub sondern zu einem Blind date dass ihre Schwester arrangiert hat und bei dem sie mit David verkuppelt werden soll. ZU dem Date kommt es jedoch nicht aufgrund des Unfalls. Am Ende erfährt man, dass der Grund, weshalb nur David sie sehen kann ist, dass er derjenige war, den sie hätte treffen sollen – es musste noch zu ENde gebracht werden. Mir persönlich gefällt die Verfilmung besser.

20 06 2010
Randnotiz: Die idealen Bücher für den Sommerurlaub « Leselust

[…] Levy:  Solange Du da bist (romantisch und einfach nur […]

7 04 2009
Rezension: Zurück zu Dir (von Marc Levy) « Leselust

[…] “Zurück zu Dir” ist die Fortsetzung von “Solange Du da bist“. […]

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