Rezension: Das Spiel seines Lebens (von Harlan Coben)

5 04 2009

 

Das Spiel seines Lebens

Das Spiel seines Lebens

 

gelesen von Astrid Walter

Worum geht’s?

„Das Spiel seines Lebens“ ist der 1. Teil der Myron-Bolitar-Reihe.

Christian Steele hat ein Problem. Der junge American Footballspieler steht kurz vor einem Karrieresprung, als ihm mit der Post ein Sex-Heftchen zugespielt wird. Darin wirbt ein anrüchiges Foto seiner seit zwei Jahren verschwundenen und für tot gehaltenen Freundin für eine Erotic-Hotline. An die Polizei möchte Christian sich nicht wenden, weil er vor zwei Jahren selbst unter Tatverdacht stand und eine Wideraufnahme des Verfahrenes seine Karriere gefährden könnte. Um das zu verhindern, nimmt sein Sportagenten Myron Bolitar die Ermittlungen selbst in die Hand. Als ehemaliger FBI-Mann bringt er dafür die besten Voraussetzungen mit.

Und, wie war’s?

Super. Den Anthony-Award hat Harlan Coben für diesen Krimi völlig zu recht gewonnen. Gerade kann ich mich nicht daran erinnern, schon mal ein Buch gelesen zu haben, das in so hohem Maße spannend und zugleich lustig ist. Zu letzterem tragen vor allem die schlagfertigen Dialoge und Myrons Selbstironie bei.

Die Geschichte an sich ist schon gut: Die Gefahr scheint immer in der Ecke zu lauern, es gibt viele unerwartete und trotzdem glaubwürdige Wendungen und ein entsprechend unvorhersehbares, aber trotzdem voll und ganz befriedigendes Ende.

Vor allem aber hat Coben mit Myron Bolitar einen sehr außergewöhnlichen Protagonisten geschaffen. Bolitar ist oberflächlich betrachtet wie so viele Krimihelden humorvoll, angstfrei, intelligent und kampftechnisch begabt. Das reichte schon, um ihn sympatisch zu machen, aber besonders wird er für mich, weil er auch noch selbstreflektiert, ernsthaft an seinen Mitmenschen interessiert und voller innerer Konflikte ist. Freue mich schon darauf, die anderen Fälle von Bolitar zu lesen und seine Entwicklung mitzuverfolgen.

Das Spiel seines Lebens, Harlan Coben
Goldmann, 380 Seiten, 8,95 Euro, ISBN 978-3-442-46448-7


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4 responses

2 09 2009
Rezension: Back Spin (von Harlan Coben) « Leselust

[…] Die Myron Bolitar-Reihe umfasst acht Bände, „Back Spin“ ist der Vierte (Rezensionen Band 1, Band 2, Band […]

26 08 2009
Rezension: Schlag auf Schlag (von Harlan Coben) « Leselust

[…] geht’s? Die Myron Bolitar-Reihe umfasst acht Bände, Drop Shot ist der Zweite (Rezension Band 1). Inmitten einer Menschenmasse bei dem Tennisturnier U.S. Open wird die junge Valerie Simpson […]

16 07 2009
Michele Rassinger

Harlan Coben ist wirklich ein erstklassiger Autor.
Allerdings muss ich sagen, dass mir der Täter gleich im Sinn war, was bisher bei Coben nie vorkam und weswegen ich ihn auch so gerne lese. Daher fand ich „Das Spiel seines Lebens“ nicht ganz so spannend wie die anderen Bände der Bolitar-Reihe. Trotzdem ist es gute und kurzweilige Unterhaltung!

24 06 2009
Rezension: Der Insider (von Harlan Coben) « Leselust

[…] Myron Bolitar-Reihe umfasst acht Bände (Rezensionen Band 1, Band […]

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