Rezension: 7 Minuten zu spät (von Kate Pepper)

5 06 2009

gelesen von Michele Rassinger

7 Minuten zu spät (Kate Pepper)

7 Minuten zu spät (Kate Pepper)

Worum geht’s?

Alice ist mir ihrer Freundin Lauren verabredet, schafft es jedoch nicht rechtzeitig zum Treffpunkt. Sie kommt 7 Minuten zu spät. Und muss feststellen, dass ihre Freundin nirgends zu finden ist. Ihr erster Gedanke ist, dass bei Lauren die Wehen eingesetzt haben und sie auf dem Weg ins Krankenhaus ist. Doch Lauren wurde in keinem der umliegenden Krankenhäuser eingeliefert. Tage später wird ihre Leiche gefunden und von dem ungeborenen Kind fehlt jede Spur. Alice macht sich auf die Suche nach dem Neugeborenen ihrer Freundin und bringt sich dabei selbst in höchste Gefahr.

Und, wie war’s?

Nach einem interessanten und spannenden Anfang hat die Geschichte mich immer mehr enttäuscht. Kate Pepper liefert hier keinen fesselnden Thriller, sondern eine verworrene Geschichte, die sich endlos zieht und langweilt.

Die Geschichte geht weitestgehend um die Suche nach einem neuen Heim für Alice und welche Schwierigkeiten sie mit ihrem Vermieter hat. In endlos langen Passagen werden die in Frage kommenden Häuser ausführlich beschrieben – völlig unnötig und unpassend.

Zwar ist Alice sehr gut charakterisiert, aber alle anderen Handelnden werden nur oberflächlich und klischeehaft gezeichnet. Wirklich nervig und völlig ohne Sinn sind die an den Haaren herbei gezogenen falschen Fährten. Je weiter man liest, desto mehr Klischees tauchen auf.

Dass ich „7 Minuten zu spät“ zu Ende gelesen habe, liegt nur daran, dass ich neugierig war und auch die Hoffnung hatte, zumindest ein gutes Ende und eine plausibles Auflösung der Geschichte zu bekommen. Kate Pepper blieb zumindest hier ihrer Linie treu: Das Ende ist unlogisch und absolut enttäuschend.

7 Minuten zu spät, Kate Pepper
Rowohlt Tb, 352 Seiten, 8,95 €, ISBN 3499242397

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19 07 2009
Randnotiz: Kein schlimmerer Dieb als ein schlechtes Buch « Leselust

[…] Hier eine Auswahl meiner persönlichen “bad books”: Pia Frankenberg, Nora Cilla Naumann, Eriks Zimmer Nick McDonell, Der dritte Bruder Francois Lelord, Hector und die Entdeckung der Zeit Alfred Döblin, Berlin Alexanderplatz Kate Pepper, 7 Minuten zu spät […]

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