Rezension: Monogam (von Marek van der Jagt)

6 08 2009
Monogam (van der Jagt)

Monogam (van der Jagt)

gelesen von Astrid Walter

Worum geht’s?

Der niederländische Autor Arnon Grünberg lässt in „Monogam“ sein Pseudonym Marek van der Jagt als Ich-Erzähler von seinen Erfahrungen mit der Liebe berichten. Es wird geschildert, wie Marek als Jungdlicher versuchte, seine Eltern gefügig zu machen oder ein zweiter Don Juan zu werden, und schließlich feststellen musste, dass er nur noch lieben konnte, wenn (seelische) Schmerzen garantiert waren.

Und, wie war’s?

Fürchterlich. Ein Glück ist dieses Buch nicht mal 100 Seiten dick, sonst hätte ich es vermutlich vor dem Ende abgebrochen. Selten ist es mir so schwer gefallen, einer Geschichte oder auch nur einzelnen Gedankengängen zu folgen. Selten habe ich mich beim Lesen so gelangweilt. Hätte ich nicht schon vor einiger Zeit „Amour fou“ von Marek von der Jagt gelesen und gemocht, der Autor bekäme nach „Monogam“ bei mir nie wieder eine Chance.

Dabei ist „Monogam“ von diversen Kritikern auf dem Buchdeckel als „lustvoll“, „obszön“ und „saukomisch“ beschrieben. Nichts davon trifft aus meiner Sicht zu. Marek van der Jagt schildert sich als einen sehr einsamen, verzweifelten Menschen, der erfolglos das Gefühl der Liebe sucht. Was daran komisch oder obszön sein soll, kann ich nicht nachvollziehen.

Monogam, Marek van der Jagt
Diogenes, 91 Seiten, 6,90 Euro, ISBN 3-257-23446-5


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