Rezension: Kindheit 2.0 (von Thomas Feibel)

23 10 2009

Kindheit 2.0

Kindheit 2.0

gelesen von Astrid Walter

Worum geht’s?

Wenn Kinder stundenlang am Computer „GTA4“ spielen oder an die beste Freundin „mak“ simsen, wissen Eltern häufig gar nicht so genau, was der medienaffine Nachwuchs da treibt. Dem will das Buch „Kindheit 2.0. So können Eltern Medienkompetenz vermitteln“ abhelfen. Ausführlich werden verschiedene Medien mit ihren Möglichkeiten vorgestellt. Die Gefahren von Fernsehen, Internet, Handy und Computerspielen aber auch ihr Nutzen für Kinder werden ausführlich dargestellt.

Und, wie war’s?

In Zeiten, in denen schon viele Kindergartenkinder ihr eigenes Handy haben, sollten dieses Buch meiner Meinung nach alle Eltern gelesen haben. Damit sie ihren Kinder Medienkompetenzen vermitteln können, müssen sie nämlich erstmal selbst welche haben. Und genau da setzt das Buch an.

Buchautor Thomas Feibel erklärt ausführlich, aber nie langatmig die verschiedenen Medien und ihre Hauptnutzung durch Kinder und Jugendliche. Dabei ist das im Herbst 2009 erschienene Buch auf dem Stand der Zeit und informiert auch z.B. über Twitter. In Interviews kommen zusätzlich noch Experten zu Wort.

Sehr angenehm finde ich, dass Feibel zwar keine Gefahren verschweigt, aber doch gegen die allgemeine Hysterie z.B. in Bezug auf Computerspiele anschreibt.

Außerdem gibt er klare Tipps, beispielsweise dazu, wie lange Kinder in verschiedenen Altersgruppen fernsehen sollten. Das macht das Buch für Eltern zu einem hilfreichen Nachschlagewerk.

Dank kurzer, klar gegliederter Artikel, farblich abgehobener Infoboxen und grafisch aufbereiteter Statistiken ist „Kindheit 2.0“ sehr übersichtlich gestaltet. Literaturverweise und Linktipps erleichtern die tiefer gehende Recherche – wobei sie nach der Lektüre dieses Buches nicht mehr nötig sein wird.

Kindheit 2.0. So können Eltern Medienkompetenz vermitteln, Thomas Feibel
Stiftung Warentest, 191 Seiten, 16,90 Euro, ISBN 978-3-86851-203-8

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2 responses

24 11 2013
social&media&education | Kurswechsel in Deutschland: Kein Verbot für Killerspiele, dafür Stärkung von Medienkompetenz - social&media&education

[…] Ein guter Ansatz, wenngleich die Förderung von Medienkompetenz nicht erst im Jugendalter beginnen sollte und vor allem auch die Eltern von Kindern erreichen sollte. Diese sind ja die ersten Vorbilder und Vermittler in Sachen Medienkomptenz (siehe auch Kindheit 2.0 ). […]

31 10 2009
educational technology Kurswechsel in Deutschland: Kein Verbot für Killerspiele, dafür Stärkung von Medienkompetenz

[…] Ein guter Ansatz, wenngleich die Förderung von Medienkompetenz nicht erst im Jugendalter beginnen sollte und vor allem auch die Eltern von Kindern erreichen sollte. Diese sind ja die ersten Vorbilder und Vermittler in Sachen Medienkomptenz (siehe auch Kindheit 2.0 ). […]

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