Rezension: Verblendung (von Stieg Larsson)

3 12 2009
gelesen von Michele Rassinger
Verblendung (von Stieg Larsson)

Verblendung (von Stieg Larsson)

Worum geht’s?

Verblendung ist der 1. Band der Millenium-Reihe.

Der erfolgreiche und in Branchenkreisen gefürchtete Wirtschaftsjournalist Mikael Blomkvist wird aufgrund eines vermeintlich haltlosen Artikels über den schwedischen Industriellen Wennerström verurteilt. Dieses Urteil schadet nicht nur Blomkvists Ruf und Karriere, sondern auch seiner Wirtschaftszeitschrift „Millenium“, die aufgrund dessen starke Umsatzeinbußen im Anzeigen- und Abonenntengeschäft einstecken muss.
Da kommt das Angebot des greisen Großindustriellen Hendrik Vanger gerade recht: Mikael Blomkvist soll ein Jahr damit verbringen, nach Hendriks Großnichte Harriet zu suchen, die vor über 40 Jahren während eines Familientreffen verschwand. Das Unterfangen scheint irrsinnig, denn nach Harriets Verschwinden wurde ein Großaufgebot an Ermittlern mit dem Fall betraut und sämtliche Spuren über Jahre hinweg zig mal verfolgt. Blomkvists Honorar geht in die Millionen, doch vor allem lockt ihn die Aussicht auf kompromitierende Beweise gegen Wenneström. Er forscht ein wenig nach und stößt schon bald auf Ungereimtheiten. Um tiefer graben zu können, holt er sich Unterstützung von der menschenscheuen Computerhakerin Lisbeth Salander.

Worum geht’s?

Der erste Teil der Millenium-Triologie beginnt mit einer Einführung in das (innere als auch äußere) Leben der Protagonisten Blomkvist und Salander. Die beiden Hauptcharaktere werden sehr realistisch und glaubwürdig gezeichnet. Vor allem Salander ist durch ihren undurchsichtigen Charakter und ihr ungewöhnliches Verhalten eine interessante Figur. Dieser erste Part ist allerdings ein wenig langatmig.

Doch sobald Blomkvist den Auftrag von Vanger annimmt, gewinnt die Story an Fahrt und lässt nicht mehr los. Die diversen Verzweigungen und Sackgassen sind nicht überzogen, sondern steigern die Spannung. Es fällt tatsächlich schwer, hinter das Geheimnis der Familie zu kommen. Etwas überrascht war ich, als Vangers Auftrag ca. 200 Seiten vor Buchende ausgeführt ist (ich will an dieser Stelle lieber nichts verraten). Doch auch danach bleibt „Verblendung“ spannend und schafft gewissermaßen die Voraussetzungen für den zweiten Teil der Triologie („Verdammnis„).

Verblendung, Stieg Larsson
Heyne, 704 Seiten, ISBN 3453432452, 9,95 €


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4 responses

14 10 2011
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17 03 2010
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8 03 2010
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13 12 2009
Rezension: Verdammnis (von Stieg Larsson) « Leselust

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