Rezension: Lucy in the sky (Paige Toon)

23 02 2010

gelesen von Michele Rassinger

Lucy in the sky (Paige Toon)

Lucy in the sky (Paige Toon)

Worum geht’s?

Lucy fliegt nach 9 langen Jahren endlich wieder in ihre Heimat Sydney. Sie kann kaum glauben, dass ihre beste Freundin Mandy ihre einstige Liebe Sam heiraten wird. Kurz vor dem Abflug erhält Lucy eine SMS von dem Handy ihres Freundes James, in der ihr mitgeteilt wird, dass er sie seit 4 Monaten betrügt. Bevor sie James damit konfrontieren kann, startet der Flieger und sie ist gezwungen, ihr Handy auszuschalten. Quälend lange Stunden später in Sydney erreicht sie James, der ihr versichert, dass das alles nur ein böser Scherz seiner Arbeitskollegen war. Doch die Zweifel nagen an Lucy und lassen sie nicht los.

Abgelenkt durch die Wiedersehensfreude und Erinnerungen an ihre Jugend in Sydney, vergisst sie James und ihre Zweifel fast völlig. Nathan, Sams jüngerer und mittlerweile sehr attraktiver Bruder, ist daran nicht ganz unschuldig.

Und, wie war’s?

Erwartet hab ich einen typischen Frauenroman à la Kerstin Gier oder Marian Keyes. Und anfangs fing es auch entsprechend peinlich-lustig an, allerdings mit recht teenagerhaften Dialogen und Sprache.
Doch dann hat sich „Lucy in the sky“ mehr und mehr zu einem Beziehungsproblembuch entwickelt. Zwar ist es nicht das, was ich erwartet habe und was Layout und Covertext suggerieren, aber Paige Toon hat ihre Geschichte zunächst  ganz gut umgesetzt. Leider hält sie das nicht lange durch und driftet auf den letzten 50 Seiten wieder stark in den Teenager-Kitsch ab.

Die Story hat mich recht schnell gefangen und ich mochte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen, weil ich viel zu neugierig war, wie es weiter geht und wie sich Lucy entscheidet. Und die ewige Frage „Hat James sie betrogen?“ schwebt über allem.
Dass Problem, gefühlsmäßig für einen Mann zu schwärmen, mit dem Kopf und dem Alltag aber bei dem anderen zu stecken, hat die Autorin gut rüberbringen können. Die Sprache ist zwar locker und leicht, aber im Mittelteil nicht mehr so kindisch wie zu Beginn und ganz am Schluss.

Dass „Lucy in the sky“ das erste Werk von Paige Toon ist, merkt man recht deutlich. Die sprachlichen Schwankungen sind nicht zu übersehen und der Wechsel in der Thematik des Buches ist auch zu deutlich. Hoffentlich schafft sie es, ihr Potential, den Leser an die Geschichte zu fesseln, auszubauen und sich in den anderen Bereichen zu festigen. Dann könnte sie Gier oder Keynes bald große Konkurrenz machen.

Lucy in the sky, Paige Toon
Pocket Books, 400 Seiten, 8,30 €, ISBN 1847390439

Fischer Tb, 448 Seiten, 8,95 €, ISBN 3596179351

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2 responses

21 08 2012
Rezension: Pictures of Lily (von Paige Toon) « Leselust

[…] Geschichte (das Thema “Frau zwischen zwei Männer” hat die Autorin z.B. auch in “Lucy in the Sky” verwendet), habe ich mit Lily gelebt, geliebt und gelitten. Daran hat die Sprecherin Jane […]

7 09 2010
Paige Toon: Lucy in the sky « LeseLustFrust

[…] zu Paige Toon bei “Zwillingsleiden” Leseträume Leselust Tintagel be […]

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