Randnotiz: Es wird doch noch gelesen (oder zumindest gekauft)

14 03 2010

angemerkt von Astrid Walter

Gute Nachrichten kamen vergangene Woche von der Gesellschaft für Konsumforschung in Nürnberg (Gfk). Deutsche haben im vergangenen Jahr ca. 400 Millionen Bücher gekauft – das waren zwei Prozent mehr als 2008. Das ergab eine Befragung von 20.000 Deutschen ab zehn Jahre. Die Studie sagt zwar nicht explizit aus, ob nur mehr gekauft oder auch mehr gelesen wurde. Aber es wird ja sicher nicht jeder ungelesene Bücher bei sich horten, also deute ich das einfach mal so.

Gekauft wurden die Bücher von (hochgerechnet) 36 Millionen Leselustigen, die im Schnitt über das Jahr verteilt elf Bücher für zusammen 110 Euro erwarben. Schulbücher und Fachliteratur nicht eingerechnet.

Gleichgeblieben ist die Bücherkaufbegeisterung bei den 10-29-Jährigen, sogar zugenommen hat sie bei den über 50-Jährigen. Letztere greifen laut Gfk häufig zu Kinder- und Jugenbüchern und sorgen so dafür, dass ihr Enkel nicht nur vorm Fernseher hocken. Oder versuchen es zumindest ;-) 

Weniger Bücher als 2008 haben nur die Deutschen der Altersgruppe 30-39 gekauft. Die Gfk erklärt das damit, dass bei Konsumenten in diesem Alter die Nachfrage nach elektronischen Medien gestiegen sei, also mehr mit Konsolen gespielt oder Film geguckt werde. Ich könnte mir als Grund aber auch mehr Stress bei der Arbeit und schlicht weniger Lesezeit mit dadurch sinkendem Bedarf an neuen Büchern vorstellen.

Wer die ganze Studie nachlesen möchte, kann hier auf die Seite der Gfk klicken.


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