Rezension: Bille und Zottel (von Tina Caspari)

30 07 2010
Bille und Zottel

Bille und Zottel

gelesen von Astrid Walter

Worum geht’s?

In 21 Bänden erzählt Tina Caspari die Geschichte von Bille und ihrem rot-weiß gescheckten Pony Zottel. Im ersten Band ist Bille 13 und hat keinen größeren Traum, als reiten zu dürfen. Ein Wunsch, den ihr die alleinerziehende Mutter nicht ermöglichen kann.

Aber Hans Tiedjen kann. Der berühmte Springreiter lernt das pferdeverliebte Mädchen kennen, als sie mit ihrem Fahrrad direkt vor sein Auto fährt. Schnell nimmt er sich Bille an, lässt sie bei sich im Stall die Pferde pflegen und gibt ihr schließlich sogar auf dem im Turnierstall untergeschlüpften Zirkuspony Zottel Reitstunden.

Für Bille beginnt ein aufregendes Leben. Sie trifft neue Freunde, verliebt sich zum ersten Mal, bekommt ihr erstes eigenes Pferd, erlebt spannende und manchmal auch gefährliche Abenteuer und wird schließlich zu einer bekannten Springreiterin.

Und, wie war’s?

Ich liebe die Geschichten rund um Bille, Zottel und ihre zwei- und vierbeinigen Freunde. Selbst als Erwachsene überfliege ich die Bücher ab und an noch. Regelrecht mit Bille auf Gut Groß-Willmsdorf an der Ostsee gelebt habe ich aber im Alter von 9 bis 13 Jahren.

Bille ist ein Mädchen zum Pferde stehlen, Zottel das verfressenste und lustigste Pony der Welt. Nun gibt es viele Pferdegeschichten, die ich als junge Reiterin natürlich auch (fast) alle verschlungen habe, aber diese Reihe von Tina Caspari ist für mich etwas besonderes. Die unterschiedlichen Charaktere der Reitergruppe (Bille, Tom, Bettina, Florian, Simon, Daniel, Karlchen) sind so schön ausgearbeitet, dass es mir häufig so vorkam, als seien es meine Freunde, mit denen ich ständig Neues erlebe und gemeinsam erwachsen werde. Dabei ist in den Bänden bei weitem nicht immer alles nur toll und lustig. Bettinas Eltern sterben bei einem Verkehrsunfall, Pferde werden schwer verletzt, Freunde geraten in Gefahr, Menschen entfremden sich. Bei mindestens einem Band („Im Sattel durch den Sommer“) habe ich bei jedem Lesen wieder geweint. Aber ich hatte auch jedes mal neu Magenkribbeln, wenn sich Bille und Simon ineinander verlieben.

Der erste Band, „Pferdeliebe auf den ersten Blick“, ist bereits 1971 erschienen. Das merkt man den Büchern heute natürlich an. Handys und Internet sind kein Thema, was auf einige anderen Rezensenten im Netz altmodisch wirkte. Mich stört das nicht, denn meiner Erfahrung nach hat sich am Alltag auf einem Reiterhof nichts geändert, auch die Aufregung vor Turnieren ist sicher noch identisch und das Gefühl von Freundschaft ist doch sowieso unverändert.

Bille und Zottel gibt es zurzeit anscheinend nur in Sammelbänden zu kaufen. Der Schneiderverlag hat alle Bände auf sieben Bücher aufgeteilt.
Schneiderbuch, je Sammelband 12,80 Euro

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3 responses

22 02 2011
Ada

Ich hab die bücher immer und immernwieder gelesen… (bin heute 17) Habe sie durch meine mitter bekommen, da sie alle aus kindheotserinnerungen noch behalten hat… Ich liebe diese bücher und lese jetzt auch noch, hab sie mit 9 bekommen…:)

16 02 2011
Theresa

BIlle und Zottel ist genau das wo ich mir auch immer vorstelle. Die Liebe, Freundschaft und Pferde
bin zwar schon ausdem alter raus lese sie aba imma noch gerne

30 07 2010
irina

Oh, ich liebe „Bille und Zottel“ – sogar so sehr, dass ich mir die letzten Bände Jahre später noch besorgt hab, obwohl ich wirklich endgültig raus war aus dem Bille-und-Zottel-Alter … eigentlich! Die letzten Bände haben mir dann aber auch tatsächlich nicht mehr sooo gut gefallen, aber sie waren immer noch nett zu lesen. Besonders toll an der Serie fand ich, dass sie nicht so abgehoben war und dass die Reiter trotz des Themas Turnierreiterei immer menschlich geblieben sind und an ihre Pferde gedacht haben. Das war einfach eine Serie zum Lachen und zum Weinen mit wahnsinnig liebenswerten Figuren, die für ein Jugendbuch sogar erstaunlich facettenreich waren. Hach … ich glaub, ich muss die Bücher mal wieder lesen. Hach!!!

Ich empfehl „Bille und Zottel“ nach wie vor allen pferdebegeisterten Mädchen in meiner Umgebung unbeirrt. Bislang hab ich auch noch von niemandem Beschwerden über die mangelnde Modernität gehört.

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