Randnotiz: Interview mit Lea Korte

9 09 2010

nachgefragt von Astrid Walter

Liebe Lea, vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für unser Telefoninterview genommen hast. Du hast schon ganz schön vielen Bloggern Interviews gegeben, bloggst auf Deiner Webseite selbst, bist auf Twitter und Facebook und machst bei Leserunden mit. Wieso bist Du im Internet so aktiv?

Lea Korte; Bildrechte: Lea Korte

Lea Korte; Bildrechte: Lea Korte

LEA KORTE: Ich steckte gerade zwischen zwei Büchern und war einfach neugierig auf soziale Netzwerke.Es macht mir Spaß und ich finde es spannend, den direkten Kontakt zu meinen Lesern zu haben. Da ich in Spanien lebe und zwei Kinder habe, sind Lesereisen nur selten möglich.

Aus einem Artikel der Taunus Zeitung weiß ich, dass Lea Korte ein Pseudonym ist. Wieso schreibst Du denn nicht unter Deinem richtigen Namen?

LEA KORTE: Lea Korte ist schon mein viertes Psyeudonym. Das wollen die Verlage so. Für die historischen Romane soll ich unter einem deutschen Namen schreiben. Da ich mit einem Franzosen verheiratet bin, habe ich den aber nicht. Früher habe ich Frauenromane geschrieben, dafür sollte es ein spanischer Autorenname sein.

Verrätst Du uns, unter welchen Psyeudonymen Du Deine anderen Bücher geschrieben hast?

LEA KORTE: Das möchten die Verlage nicht, damit die Bücher nicht verknüpft werden.

Ist das für Dich manchmal seltsam, von Lesern als „Lea“ angesprochen zu werden?

LEA KORTE: Inzwischen ist mir Lea im Schreiben fast geläufiger als mein richtiger Name. Wenn ich Mails an Freunde schreibe, tippe ich ganz oft Lea und korrigiere das dann wieder.

In einem anderen Interview hast Du gesagt, Du möchtest nie wieder Frauenromane schreiben. Was steckt dahinter?

LEA KORTE: Frauenromane wollte ich von Anfang an nicht schreiben, aber mein Agent meinte, so komme ich am leichtesten bei einem Verlag unter. Im Nachhinein betrachtet waren sie eine gute Übung. Bei jedem Buch lernt man etwas dazu. Meinen ersten Roman habe ich in einem halben Jahr geschrieben. Inzwischen brauche ich drei Jahre. Selbst wenn davon bei den historischen Romanen anderthalb Jahre Recherche sind, bleibt sehr viel mehr Schreibzeit. Ich plane das ganze Buch ganz anders. Außerdem habe ich sicher nicht „nie“ gesagt, man soll nie „nie“ sagen.

Wenn Du so viel Arbeit in ein Buch steckst, wie ausführlich verfolgst Du dann die Kritiken? Und macht es für Dich einen Unterschied, ob eine Rezension auf einem Blog steht oder im Feuilletonteil einer großen Zeitung?

LEA KORTE: Viele Rezensionen bekomme ich vom Verlag gesammelt zugeschickt, einige senden mir Leser auch direkt. Jede ist mir gleich wichtig, egal ob sie bei Amazon steht oder an die große Glocke gehängt wird. Natürlich lese ich sie auch alle. Zur Maurin habe ich bisher nur positive Kritiken bekommen, da freut man sich natürlich sehr. Aber in den Diskussionen in den Online-Leserunden habe ich trotzdem viel lernen können.

Was denn zum Beispiel?

LEA KORTE: Bei der „Maurin“ hat ein Leser eine Pferdeszene kritisiert. Da flüchtet Hayat mit dem schwer verletzten Sklaven auf einem Pferd. Der Leser hat zu Recht gesagt, die Szene wäre glaubwürdiger gewesen, wenn entweder Hayet besser reiten könnte, oder der Sklave nicht ganz so schwer verletzt wäre. Der Leser wird bei meinem nächsten Buch auch Testleser, es ist nämlich selten, dass jemand seine Kritik auch gut in Worte fassen kann. Bei der „Nonne mit dem Schwert“ meinten manche, es sei unglaubwürdig, dass sie das alles überlebt und überlebt, aber gerade die „unwahrscheinlichsten“ Szenen sind wahre Begebenheiten.

Hast Du viele Testleser?

LEA KORTE: Nein. Mein Mann ist Franzose, ich schreibe auf Deutsch, er kann meine Bücher also nicht lesen. Und da ich seit 20 Jahren in Spanien lebe, habe ich nicht mehr so viele Kontakte in Deutschland. Die Lektorin liest meine Bücher natürlich, aber dann sind sie schon so gut wie fertig.

Wann gibt es denn das nächste Buch von Dir?

LEA KORTE: Als nächstes kommt „Die Maurin 2“, daran arbeite ich schon.

Darauf freue ich mich. Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg mit den kommenden Büchern.


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