Rezension: A Year in the Merde (Stephen Clarke)

18 10 2011
A Year in the Merde

A Year in the Merde

gelesen von Astrid Walter

Worum geht’s?

Der Brite Paul West nimmt einen Job in Paris an. Er soll dort eine Kette englischer Tea Rooms aufbauen. Eigentlich ein leichtes Unterfangen, denkt er, bis er sein Team trifft und lernen muss, dass Entscheidungen in Frankreich ganz anders getroffen werden als in Großbritannien.

Privat scheint erst alles toll zu laufen, Paul findet schnell eine Freundin, die ihn dann allerdings auch bald wieder verlässt. Dann muss er feststellen, dass sein Chef korrupt ist und ihn ständig übers Ohr haut, und die Dame, mit der er sich über all das hinweg tröstet, sich ihrerseits nur mit ihm tröstet, bis ihr Freund aus dem Ausland zurück kehrt.

Kein Wunder, dass Paul sich in seinem Jahr in Paris häufiger beschissen (Kraftausdrücke müssen angesichts des Buchtitels erlaubt sein) fühlt. Eine Rückkehr nach England scheint aber auch unmöglich – schließlich schneidet man dort den Salat mit dem Messer und hat auch ansonsten keine Kultur.

Und, wie war’s?

Die Geschichte rund um den beruflichen und privaten Werdegang von Paul West ist eher nebensächlich. Sie bildet nur den äußeren Rahmen für Stephen Clarkes Beobachtungen über Franzosen und Frankreich im Allgemeinen und Paris im Speziellen. Dabei musste Clarke sich nichts ausdenken. Der britische Autor hat selbst in Paris gelebt. Mit viel Wortwitz schildert er die Besonderheiten des gallischen Volkes und hat mich mehrfach zum Lachen gebracht. Wer einen längeren Aufenthalt in Frankreich plant, muss dieses Buch unbedingt lesen, und wer französische Geschäftspartner hat, findet nach der Lektüre keine Meetingsituation mehr zu absurd.

A Year in the Merde, Stephen Clarke
Random House, 384 Seiten, 8,80 Euro, ISBN 978-0552772969


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