Rezension: Erlösung (von Jussi Adler-Olsen)

5 01 2012
Erlösung

Erlösung

gelesen von Astrid Walter

Worum geht’s?

„Erlösung“ ist der dritte Band der „Sonderdezernat Q“-Reihe.

Die Flaschenpost, die auf dem Schreibtisch von Kommissar Carl Mørck landet, hat schon einen weiten Weg hinter sich. Zwar wird sie wirklich an Land gespült, dann jedoch jahrelang auf einer Fensterbank vergessen. Zufälle bringen sie schließlich zum Sonderdezernat Q, doch auch Carl möchte sich eigentlich gar nicht mit dem kaum leserlichen Brief in ihrem Inneren befassen. Schließlich hat er ganz andere Probleme. Ein schwer verletzter ehemaliger Kollege lebt nun in seinem Wohnzimmer, seine Ex-Frau will zurück ins gemeinsame Haus ziehen und dann sollen er und sein kleines Ermittlerteam auch noch aus dem Keller der Polizeistation vertrieben werden, in dem sie sich so gemütlich eingerichtet haben. Zu guter letzt verhält sich auch noch Rose seltsam und schickt schließlich an ihrer Stelle ihre noch anstrengender Zwillingsschwester Yrsa zur Arbeit.

Nur Assad fasziniert die Flaschenpost von Anfang an. Hartnäckig ermittelt er und kommt schließlich gemeinsam mit Yrsa und Carl einem grausamen Verbrechen auf die Spur. Vor vielen Jahren wurden zwei Kinder entführt und wollten mit der Flaschenpost auf sich aufmerksam machen. Nur einer der Brüder kehrte lebend zu seiner Familie zurück. Carl wird misstrauisch, weil die sehr religiöse Familie nie eine Vermisstenanzeige erstattet hatte. Das weckt den Verdacht, es könne noch mehr derartige Entführungen gegeben haben und in Zukunft geben, bei denen die Eltern sich ebenfalls nicht an die Polizei wenden.

Und, wie war’s?

Nachdem ich „Erbarmen“ ganz großartig fand und „Schändung“ noch okay, hat mich „Erlösung“ nun wieder richtig mitgerissen. Wie bereits in den vorherigen Bänden setzt Jussi Adler-Olsen zum Erzeugen großer Spannung auf zwei parallele Erzählstränge. Während der Leser das Sonderdezernat Q bei den quälend langsam einsetzenden Ermittlungen beobachtet, ist er zugleich ganz nah an dem eiskalt mordenden Entführer dran. So weiß man, dass die nächste Tat schon bis ins Detail geplant ist und will den Kommissar in die richtige Richtung schubsen.

Abgesehen von dem guten Spannungsbogen haben mich an diesem Buch von Jussi Adler Olsen auch die erschreckenden Einblicke in die Seele eines Psychopathen und seiner Opfer fasziniert.

Da so ganz nebenbei auch noch die Neugier auf das geheimnisvolle Privatleben von Assad und das seltsame Verhalten von Rose und Yrsa weiter angefacht wird, kann ich es gar nicht erwarten, dass der vierte Band (Journal Nr. 64) auf Deutsch erscheint.

Erlösung, Jussi Adler Olsen
dtv, 588 Seiten, 14,90 Euro, ISBN 978-3423248525


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31 01 2012
Buchreihe: Sonderdezernat Q (von Jussi Adler Olsen) « Leselust

[…] Erlösung Weitere Informationen zu Jussi Adler-Olsen gibt es auf seiner Autorenseite bei dtv. Jussi Adler […]

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