Rezension: Einmal Hans mit scharfer Soße (von Hatice Akyün)

2 02 2012
Einmal Hans mit scharfer Soße

Einmal Hans mit scharfer Soße

gelesen von Astrid Walter

Worum geht’s?
 
Die Journalistin Hatice Akyün ist das, was in deutschen Medien gerne als „Mensch mit Migrationshintergrund“ bezeichnet wird. Ihre Eltern stammen aus der Türkei, sie ist aber in Düsseldorf geboren und aufgewachsen. In „Einmal Hans mit scharfer Soße. Mein Leben in zwei Welten“ erzählt sie aus ihrem Alltag als junge Frau zwischen den Fronten. So berichtet sie davon, wie sie vor Besuchen bei ihren Eltern schnell noch am Straßenrand den Mini-Rock gegen einen Knielangen austauscht, um ihren Vater nicht zu erzürnen, legt aber auch dar, weshalb sie von deutschen Männern meistens enttäuscht wird – und sich trotzdem einen wünscht.
 
Und, wie war’s?
 
Das Buch ist sehr persönlich und schildert Hatice Akyüns Erlebnisse und ihre subjektive Sicht auf die Dinge. Dabei macht sie sich über so manchen deutschen Brauch lustig, verschont aber auch nicht türkische Traditionen. Als Kind zweier Welten hat die Autorin einen guten Blick auf die Marotten der sie umgebenden Menschen. Verallgemeinern und auf alle Deutsche oder alle Migranten anwenden lassen sich ihre Ansichten jedoch sicher nicht. Müssen sie aber auch gar nicht, schließlich ist das kein politisch-sozialwissenschaftliches Fachbuch sondern eine Schilderung persönlicher Erlebnisse und als solche hat mich „Einmal Hans mit scharfer Soße“ auf alle Fälle gut unterhalten.
 
Einmal Hans mit scharfer Soße, Hatice Akyün
Goldmann Verlag, 192 Seiten, 7,95 Euro, ISBN 978-3442154395

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