Rezension: Die Dienstagsfrauen (von Monika Peetz)

27 02 2012

gelesen von Michele Reble

Die Dienstagsfrauen (Monika Peetz)

Die Dienstagsfrauen (Monika Peetz)

Worum geht’s?

Ein Fanzösischkurs hat die fünf Frauen, die nicht unterschiedlicher sein könnten, vor 15 Jahren zusammengeführt und seitdem treffen sie sich jeden ersten Dienstag im Monat in ihrem Lieblingsrestaurant. Als die Frage nach dem diesjährigen gemeinsamen Urlaub aufkommt, will sich Judith aus der Planung rausnehmen. Denn für sie steht fest: sie pilgert auf dem Jakobsweg. Genau so, wie dies ihr verstorbener Mann kurz vor seinem Tod getan hat. Sie möchte ihm noch einmal nahe sein und versuchen, mit sich ins Reine zu kommen und ihre Trauer zu überwinden.
Die vier Freundinnen schließen sich halb begeistert, halb skeptisch an, denn eins ist klar: eine Freundin lässt man mit ihrem Kummer und ihrer Last nicht alleine!
So schön der Urlaub beginnt, so fürchterlich endet er. Denn die 10 gemeinsamen Tage bergen einige böse Überraschungen.

Und, wie war’s?

Nun ja, „nett“.
„Die Dienstagsfrauen“ ist durch den flüssigen und einfachen Schreibstil recht unterhaltsam, aber die Geschichte ist doch ziemlich vorhersehbar und oberflächlich. So wie die Charaktere selbst. Da hat Frau Peetz mal in jede Schublade gegriffen: die extravagante und wohlhabende Estelle, die toughe und erfolgreiche Anwältin Caroline, das Hausmütterchen Eva mit ein paar Pfunden zu viel, die schüchterne und leicht labile Judith und die kreative und chronisch arme Kiki. Selbst die Namen passen zu dem Klischee, dass die Damen erfüllen sollen. Das ist mir einfach zu anspruchslos.

Jede der fünf Freundinnen macht auf dem Jakobsweg eine Wandlung durch – teils nachvollziehbar und logisch, teils kitschig und unrealistisch.
Für mich passt die Tatsache, dass „Die Dienstagsfrauen“ von der ARD verfilmt wurde genau ins Bild, denn das ist die klassische ARD-Abendunterhaltung: nicht zu aufregend, aber dafür eine nette Kulisse mit einer allzu fiktiven Geschichte, die schön unterhaltsam ist.

Die Dienstagsfrauen, Monika Peetz
Kiepenheuer & Witsch, 320 Seiten, 8,99 €, ISBN 3462042556


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