Rezension: Vampir à la carte (von Lynsay Sands)

21 02 2013
Vampir a la Carte

Vampir a la Carte

gelesen von Astrid Kopp

Worum geht’s?
Sam ist unsterblich in den Vampir Mortimer verliebt. Bevor sie jedoch selbst zur Vampirin wird, möchte sie erstmal passende (also untote) Lebenspartner für ihre Schwestern finden. Als ihre Schwester Alex dringend einen Koch für ihr Restaurant sucht, stellt sie ihr kurzerhand den mehrere tausend Jahre alten Vampir Cale Valens als Spitzenkoch vor. Tatsächlich erkennt Cale in Alex sofort seine ideale Lebensgefährtin. Nun muss sie nur auch noch von ihrem Glück überzeugt werden. Cale hat zwar keine Ahnung vom Kochen, aber mit der Hilfe seiner Familie schafft er es, sich einen Platz in Alex Nähe zu sichern und sie zu umgarnen. Sie braucht ihn dringender als sie selbst denkt, denn was sie für eine Pechsträhne hält, entwickelt sich langsam zur echten Gefahr.

Und, wie war’s?

Ich habe ja durchaus einen Hang zu Fast-Food-Kitsch-Romanen, wie sich dank der zahlreichen Julia Quinn Rezensionen kaum verbergen lässt. Und ich habe nichts gegen Vampire (siehe Twilight). Also habe ich gleich zugeschlagen, als es „Vampir à la carte“ als Kindle-Buch kostenlos gab. Nach dem Lesen muss ich leider sagen: Das Beste an dem Roman war sein Preis. Ihn zu lesen ist ungefähr so, wie beim Abendessen mal in die X-Diarys auf RTLII hineinzuschalten. Fünf Minuten fremd schämen und nichts wie wieder weg.
Die ganze Geschichte ist total an den Haaren herbeigezogen. Dass gleich drei (sterbliche) Schwestern für Vampire als einzige wahre Lebensgefährtinnen bestimmt sind und damit in trauter Eintracht für immer leben können, nachdem diese Vampire teils schon Jahrtausende lang passende Partnerinnen gesucht haben, ist ziemlich absurd. Dass die taffe und sonst ziemlich clevere Geschäftsfrau Alex es nicht kapiert, wenn ein Konkurrent versucht, sie mit allem Mitteln auszustechen, vor allem, wenn der Konkurrent noch dazu ein enttäuschter und wütender Ex-Freund ist, ist absolut unglaubwürdig. Was übrigens auch auf die Beschreibung des lebensverändernden, umwerfenden, unglaublichen (!) Sexes zutrifft.
Dazu, was ich davon halte, dass eine Frau nach ein paar Tagen Beziehung einwilligt, eine Vampirin zu werden, ausgerechnet eine Frau, die vorher Angst vor jeder normalen Beziehung hatte, möchte ich mich jetzt gar nicht auslassen, denn bevor die Rezension zu lang wird, soll doch noch etwas zum Schreibstil gesagt werden. Positiv formuliert könnte man sagen „schnell zu lesen“. Weniger euphemistisch und angebrachter wäre aber „platte Dialoge“, „Redundanzen“ und „so schlechte Beschreibungen, dass der Leser keinerlei Gespür für die Atmosphäre bekommt“.
Also allen in allem: Umsonst war noch zu teuer.
Vampir à la carte, Lynsay Sands
Taschenbuch: Emont LYX, 368 Seiten, 9,99 Euro, ISBN 978-3802588013
Kindle E-Book: e-book Emont LYX,  8,99 Euro

Aktionen

Information

Wir freuen uns über Deine Meinung

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s