Rezension: Stolz und Vorurteil (von Jane Austen)

23 04 2013
Pride and Prejudice (Austen)

Pride and Prejudice (Austen)

gelesen von Astrid Kopp

Worum geht’s?

Mutter Bennet hat nur ein Ziel: Ihre fünf Töchter möglichst gut zu verheiraten. Als auf das Nachbargut der vermögende, attraktive, alleinstehende Charles Bingley einzieht, ist ein perfekter Schwiegersohn gefunden. Mit ihm tritt auch Bingleys guter Freund Mr. Darcy in das Leben der Bennet-Töchter. Die älteste, Jane, verliebt sich schnell in Charles Bingley und auch er scheint ihr den Hof zu machen.

Als Bingley überraschend ohne Jane nach London abreist, ist sich Janes Schwester Elizabeth sicher, dass nur der verschlossene Mr. Darcy daran Schuld haben kann. Entsprechend ablehnend begegnet sie ihm, nicht ahnend, dass Darcy nur seinen Freund schützen möchte und selbst unter Liebeskummer leidet. Bis am Ende drei Bennet-Töchter glücklich verheiratet sind, müssen noch zahlreiche Missverständnisse aus dem Weg geräumt werden.

Und, wie war’s?

Vier Anläufe, verteilt auf fünf Jahre, habe ich gebraucht, um das Buch zu lesen. Aufgeben wollte ich nicht, Jane Austens Werke sind schließlich Klassiker und nie etwas von ihr gelesen zu haben, ging für mich als Literaturliebhaberin doch gar nicht. Trotzdem bin ich dreimal nicht über Seite 15 hinausgekommen. Dass es beim vierten Anlauf geklappt hat, verdanke ich der kurzen Serie „Lost in Austen“. Nachdem ich sie gesehen hatte, war ich neugierig auf die ursprünglichen Charaktere und habe deshalb erneut zu „Stolz und Vorurteil“ gegriffen.

Durchgehalten habe ich diesmal – ein Lesevergnügen war es jedoch nicht. Austens Erzählstil ist sind langatmig, seitenlang passiert mehr oder weniger gar nichts. Den ihr so oft zugeschriebenen Witz oder gar eine Scharfzüngigkeit konnte ich nicht entdecken. Es ist mir nicht mal gelungen, mich so weit in die Charaktere hineinzudenken, dass ich ihre Gefühlswirren nachzuempfinden in der Lage gewesen wäre. Wieso Mr. Darcy Elizabeth liebt – keine Ahnung, seine Offenbarung kam für mich aus dem Nichts. Wieso er als die Partie schlechthin gilt und noch heute viele Frauen von ihm träumen – keine Ahnung.

Wirklich interessant waren nur die Schilderungen des alltäglichen Lebens in verschiedenen Schichten zu Beginn des 19. Jahrhunderts.

Irgendwann werde ich mir eine der Verfilmungen ansehen; vielleicht gewinnt die Geschichte, wenn sie in das fernsehübliche 90-Minuten-Format passen muss. Ein Jane Austen Buch werde ich aber so bald nicht nochmal lesen.

Pride and Prejudice, Jane Austen
Canterbury Classics, 315 Seiten, 11,99 Euro, ISBN 978-1607105541
Kindle-Version ab 0 Euro

Stolz und Vorurteil, Taschenbuch, Reclam, 431 Seiten, 7,60 Euro, ISBN 978-3150098714

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