Gallien in Gefahr, Asterix Band 33 (von R. Goscinny/A. Uderzo)

10 12 2009
Gallien in Gefahr

Gallien in Gefahr

gelesen von Astrid Walter

Worum geht’s?
Wir befinden uns wie immer im Jahr 50 v. Chr. und das kleine gallische Dorf von Asterix, Obelix und dem Druiden Miraculix hat die Römer fest im Griff. Als Asterix und Obelix gerade entspannt auf Wildschweinjagd gehen, schwebt auf einmal ein Raumschiff über dem Dorf. Heraus kommt das kleine, lilafarbene Männchen Tuun und erklärt, ein paar feindliche Außerirdische seien unterwegs, um den Galliern ihre Zauberwaffe zu rauben. Eben jene Außerirdische tauchen dann auch auf, verwüsten zunächst das Lager der Römer und werden schließlich von einer Superman-Armee des freundlichen Außerirdischen und den Galliern selbst besiegt und ins All zurück geschickt.

Und, wie war’s?

Grottig. Neulich fand ich diesen Asterixband in einer anderen Wohnung als Toilettenlektüre vor, und war erstmal begeistert: Ein mir noch unbekannter Asterix, und das, wo ich doch schon seit ich des Lesens mächtig bin, alles über die tapferen Gallier verschlungen habe. Die Enttäuschung setzte aber aprupt schon auf den ersten Seiten ein. Die Geschichte ist einfach fad und viel zu schnell erzählt, ein großer Teil des Comics geht für langweilige Schlachten drauf.

Vor allem aber vermisse ich den gewohnten hintergründigen Witz, der die vorherigen Asterix-Bände zu etwas Besonderem gemacht hat. Vielleicht hätte der Zeichner Uderzo nach dem Tod des Texters Goscinny doch besser aufhören sollen. Lieber würde ich keine neuen Asterix-Bände mehr lesen, als solche. Einen anderen Platz als den neben der Toilette hat „Gallien in Gefahr“ jedenfalls nicht verdient.

Gallien in Gefahr, Asterix Band 33, Rene Goscinny/Albert Uderzo
Ehapa Comic Collection, 48 Seiten, 10 Euro, ISBN 978-3770400324





Rezension: Josés Tierischer Alltag (von José A. Martin Vilchez)

5 10 2009

Josés Tierischer Alltag

Josés Tierischer Alltag

betrachtet von Astrid Walter

José A. Martin Vilchez zeichnet Tiercartoons. Wer regelmäßig „Ein Herz für Tiere“ liest, kennt einige seiner kleinen Kunstwerke vermutlich. Für mich waren die Eintagsfliegen mit der Angst vorm Sterben, die Stechmücken, die kein Blut sehen können und die Elefanten mit Erkältung neu und ich habe ihre Welt mit Freude entdeckt.

Die Zeichnungen sind farbenfroh und häufig reicht nur ein auf den Punkt gebrachtes Bild, damit eine ganze Mini-Geschichte vor meinem inneren Auge lebendig wird. Oft haben die gezeichneten Tiere dabei nur allzu menschliche Züge und bringen mich schon deshalb zum Schmunzeln.

Josés Tierischer Alltag, José A. Martin Vilchez
Verlag M. Naumann, 94 Seiten, 9,90 Euro, ISBN 978-3-940168-15-3